Di., 18.10.2016

Studien-Ausstieg als Chance Zweifel am Studium: Wo Studierende Hilfe finden

Schluss mit Selbstzweifeln: Durch die Aktion „Und morgen Meister“ finden Studierende den Weg in Ausbildungsberufe

Schluss mit Selbstzweifeln: Durch die Aktion „Und morgen Meister“ finden Studierende den Weg in Ausbildungsberufe Foto: FH

Kreis Warendorf - 

Carsten Taudt von der IHK vermeidet bewusst die Bezeichnung „Studienabbrecher“. Wir sprechen von „Studienzweiflern“ ergänzt auch Knut Heine von der Handwerkskammer. Zusammen mit der Arbeitsagentur bieten die Kammern Informationsveranstaltungen und Workshops für Studierende an, die nicht mehr sicher sind, ob das Hochschulstudium für sie der richtige Weg ist.

Von Karin Völker

Das Ziel im Namen der Initiative hat zwar noch keiner erreicht. Meister im Handwerk ist noch keiner der 283 Teilnehmer geworden. Aber viele sind auf einem guten Weg dahin, betonten am Montag Vertreter der drei Partner der Aktion „Und morgen Meister“. Die Arbeitsagentur Münster-Ahlen, die Handwerkskammer Münster und die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen (IHK) bieten seit drei Jahren Aussteigern aus dem Studium eine Neuorientierung.

Carsten Taudt von der IHK vermeidet bewusst die Bezeichnung „Studienabbrecher“. Wir sprechen von Studienzweiflern“ ergänzt auch Knut Heine von der Handwerkskammer. Zusammen mit der Arbeitsagentur bieten die Kammern Informationsveranstaltungen und Workshops für Studierende an, die nicht mehr sicher sind, ob das Hochschulstudium für sie der richtige Weg ist. Die Interessenten erhalten individuelle Beratung, Praktikums- und Ausbildungsplätze in Betrieben werden vermittelt. Auch Unterstützung in Fragen der finanziellen Förderung gehören dazu. „Die Betriebe sind mit den Ex-Studenten als Azubis in aller Regel hochzufrieden“, so Taudt, anders als bei Abiturienten, die eine Lehrstelle suchen, können die Unternehmen recht sicher sein, dass die Auszubildenden im Betrieb bleiben, dort Karriere machen wollen.“

Nach drei Jahren sehen die Initiatoren die Aktion als vollen Erfolg. Für Studenten, die sich umorientieren wollten und für Arbeitgeber, die qualifizierte Fachkräfte ausbilden und beschäftigen wollten.

Die Teilnehmer kommen aus den verschiedensten Studiengängen aus den Hochschulen, besonders häufig nahmen ehemalige Bachelor-Studierende der Chemie, Elektrotechnik, Informatik und des Wirtschaftsingenieurwesens das Angebot wahr. Das Spektrum der Berufe, in die die Ex-Studierenden abwandern ist ebenso vielfältig: Informatiker werden Altenpfleger, BWL-Studenten Tischler, so Joachim Fahnemann, Leiter der Arbeitsagentur.

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