Obstwiesen als Brutstätten
Farbenfroher Hingucker

Drensteinfurt -

Wenn Maria und Klaus Wegener auf ihrer Terrasse in der Walstedder Bauerschaft Herrenstein sitzen, wandern ihre Blicke in Richtung Obstwiese, die hinter dem Haus liegt und erst im Februar angepflanzt wurde. Die 62 Bäume dort sind jung und blühen noch nicht, die von der Familie Wegener eingesäten Wildblumen aber schon:

Mittwoch, 16.05.2018, 08:05 Uhr

Genießen die Blütenpracht (v. l.): Sabrina Thülig (Mitarbeiterin des Amtes für Planung und Naturschutz beim Kreis), Maria Wegener und Heinz-Jürgen Müller (Leiter des Amtes für Planung und Naturschutz).
Genießen die Blütenpracht (v. l.): Sabrina Thülig (Mitarbeiterin des Amtes für Planung und Naturschutz beim Kreis), Maria Wegener und Heinz-Jürgen Müller (Leiter des Amtes für Planung und Naturschutz). Foto: Simon Beckmann

Sie verwandeln die 7500 Quadratmeter große Fläche, die Teil des Obstwiesenförderprogramms des Kreises ist, in einen farbenfrohen Hingucker. Schon bald, wenn die Bäume etwas älter sind, gesellt sich noch eine schmucke Blütenpracht dazu – genauso wie in wenigen Jahren viel frisches und gesundes Obst.

„Ein wunderschöner Morgen an einem wunderschönen Ort“, findet auch Heinz-Jürgen Müller, Leiter des Amtes für Planung und Naturschutz beim Kreis Warendorf. Er sei begeistert von der neu angelegten Obstwiese und der Zusammenarbeit mit Familie Wegener. Die habe ihre Fläche zur Verfügung gestellt, damit der Kreis dort Obstbäume einpflanzen konnte. „Die Sorten konnten wir uns aussuchen und wir haben uns vornehmlich für alte Arten und Hochstämme entschieden“, erzählt Maria Wegener. Und so wachsen seit drei Monaten neben Äpfeln („Schöner von Wiedenbrück“), Birnen („Gute Graue“) und Süßkirschen („Große Prinzessin“) auch Pflaumen und Zwetschgen auf der neuen Obstwiese.

„Wir hatten den vielen Mais, der in der Umgebung eingesät wird, langsam satt. Im Herbst kamen wir uns teilweise schon vor wie im Gefängnis“, schildert Wegener die Hintergründe, warum die Familie eine Obstwiese wollte. Zudem wollten sie etwas für den Naturschutz tun. Die Wiese sei mittlerweile auch zu einem Nachbarschaftsprojekt geworden. „Familie, Freunde, Bekannte und Nachbarn sind alle begeistert und wenn wir mal Unterstützung brauchen, kommt die ganz schnell aus der Nachbarschaft“, berichtet Wegener.

„Obstwiesen sind wertvolle Bestandteile der Münsterländer Parklandschaft und tun der Seele gut. Sie sind wahre Schmuckstücke und geben höhlenbewohnenden Tierarten wie dem Steinkauz oder vielen Fledermausarten wichtige Brut- und Nahrungsräume“, zählt Müller weitere Vorteile auf. Ebenso würden viele Insekten und Bienen davon profitieren.

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