Mobilstationen
Eine Erfolgsgeschichte

Kreis Warendorf -

Raus aus dem Auto, rauf aufs Fahrrad und rein in den Bus. So sieht das Konzept aus, das die RVM (Regionalverkehr Münsterland GmbH) mit dem Modellprojekt „Mobilstation“ verfolgt.

Freitag, 18.05.2018, 08:05 Uhr

Die Mobilstation an der L 793 (Abzweig Alverskirchen): Gegen eine Gebühr von 15 Euro können Bürger ihr Fahrrad unbefristet in der abschließbaren Box unterstellen. In den Modellkommunen Everswinkel und Sendenhorst sind außerdem E-Bikes ausleihbar.
Die Mobilstation an der L 793 (Abzweig Alverskirchen): Gegen eine Gebühr von 15 Euro können Bürger ihr Fahrrad unbefristet in der abschließbaren Box unterstellen. In den Modellkommunen Everswinkel und Sendenhorst sind außerdem E-Bikes ausleihbar. Foto: Beate Kopmann

Im Mai 2013 sind zunächst zwei Haltestellen in Everswinkel an den Start gegangen – kurze Zeit danach war auch Sendenhorst am Start.

Bislang ist zwar nicht geplant, das Modellprojekt auf andere Kommunen im Kreis Warendorf auszuweiten. Björn Lindner, Pressesprecher der RVM, spricht aber dennoch von einer „Erfolgsgeschichte“.

In den ersten drei Monaten nach Inbetriebnahme der Mobilstation konnten die E-Bikes zunächst kostenlos ausgeliehen werden, danach sollte eine Gebühr von zehn Euro im Monat anfallen. Weil allerdings die Nachfrage nach den E-Bikes in den vergangenen Jahren sehr gering war, gibt es dieses Angebot inzwischen nicht mehr. „Unsere Kunden können die E-Bikes heute gegen eine Gebühr von fünf Euro am Tag ausleihen“, erklärt Lindner.

Unsere Kunden können die E-Bikes gegen eine Gebühr von fünf Euro am Tag ausleihen.

Björn Lindner (RVM)

Dass die Nachfrage nach den Pedelecs eher schlecht ist, wundert Carsten Rehers, Umwelt- und Planungsdezernent beim Kreis Warendorf, nicht. „Heute hat eben jeder Zweite selbst ein E-Bike.“ Deswegen seien die Mobilstationen aber alles andere als ein Flop. Denn unterm Strich sei es gelungen, mehr Abonnenten für den Busverkehr zu gewinnen.

Um auf den ÖPNV umzusteigen, sei den Bürgern vor allem ein gewisser Komfort wichtig. „Natürlich wollen die Leute ihr Fahrrad vernünftig unterstellen können. Dazu gehört nicht nur, dass es sicher abschließbar ist. Gefragt ist auch ein Wetterschutz.“

Von den zwei Standorten in Everswinkel laufe die Mobilstation in der Dorfmitte, an die inzwischen auch Car-Sharing angegliedert ist, besonders gut. Aber auch die Mobilstation an der L 793 (Abzweig Alverskirchen) werde angenommen.

Durch die Mobil-stationen mehr Abonnenten.

Carsten Rehers (Kreis Warendorf)

Diese Einschätzung teilt auch Lindner. Insgesamt sei die Resonanz in Everswinkel besser als in Sendenhorst, meint der RVM-Sprecher. Gegen ein Pfand von 15 Euro können die Radfahrer ihr Fahrrad in einer abschließbaren Box sichern. „In Everswinkel machen im Schnitt 20 Kunden von dieser Möglichkeit Gebrauch, in Sendenhorst sind es ungefähr zehn.“

Auch mit der Auslastung der Buslinien ist Lindner zufrieden. „Auf den jeweiligen Strecken nach Münster hatten wir zuletzt in Everswinkel 450 Jahresabonnenten und in Sendenhorst 370.“ Ferner gebe es Kunden, die ein Monatsticket haben.

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