Konzert „Road to Freedom“
„Afrika ist mitten unter uns“

Ahlen -

Sprachliche und musikalische Grenzen zwischen Afrika und Europa wurden beim Konzert „Road to Freedom“ in der Aula des Gymnasiums St. Michael vielfach und scheinbar mühelos überwunden.

Sonntag, 10.06.2018, 20:00 Uhr

Von der Sehnsucht nach Frieden handelten die Lieder aus der Feder von Veronika te Reh und Dr. Wolfgang König, die der „Cross-Over-Chor“ der Kreismusikschule neben bekannten Popsongs u.a. von Michael Jackson sang.
Von der Sehnsucht nach Frieden handelten die Lieder aus der Feder von Veronika te Reh und Dr. Wolfgang König, die der „Cross-Over-Chor“ der Kreismusikschule neben bekannten Popsongs u.a. von Michael Jackson sang. Foto: Peter Harke

„Musik ist eine Sprache, die jeder auf der Welt versteht“: So formulierte es Dr. Wolfgang König am Samstagnachmittag beim Konzert im Rahmen der VHS-Projektwochen „Wie weit ist Afrika?“ in der Aula des Gymnasiums St. Michael. Dabei ist es offensichtlich egal, ob die Texte zu den Melodien auf Kisuaheli, Englisch oder Deutsch vorgetragen werden. Die Musik überwand – zumindest ideell – alle Grenzen von Tansania über Simbabwe und Wien bis nach Ahlen. Das abwechslungsreiche Programm unter dem Motto „Road to Freedom“ („Weg zur Freiheit“) erinnerte nicht nur an den 100. Geburtstag des südafrikanischen Freiheitskämpfers Nelson Mandela, sondern stellte mittels der Liedauswahl, von Klassik bis zu Popsongs, vor allem den Gedanken von Mitmenschlichkeit und Frieden in den Vordergrund.

Knapp 300 Besucher begrüßte VHS-Leiter Rudolf Blauth, als die „Kings Band“ unter Leitung von Wolfgang König zusammen mit dem 70-köpfigen „Cross-Over-Chor“ der Kreismusikschule, dirigiert von Veronika te Reh, sowie den temperamentvollen Sängern Vusa Mkhaya Ndlovu, Blessings Nqo Nkomo und Ramadu aus Simbabwe den rhythmischen Auftakt zum knapp dreistündigen weltmusikalischen Reigen darbot. Zu traditionellen Gospels klatschte das Publikum schon mit, bevor das Ensemble „MoZuluArt“ mit dem Pianisten Roland Guggenbichler aus Wien demonstrierte, dass Mozarts Klassik mit dreistimmigem Zulu-Gesang wunderbar einhergehen kann. Das „Rondo D-Dur “ hieß in der Bearbeitung der Musiker „Bheka Kimi“ und beeindruckte genauso wie ei­ne virtuos vorgetragene Umsetzung der Arie „In diesen heiligen Hallen“ aus der „Zauberflöte“, die in ein spielfreudiges und scheinbar kaum enden wollendes Improvisationsfinale mit Appreggios des Wiener Pianisten, afrikanischen Trommeln und wirbelnden Tanzeinlagen der Sänger aus Simbabwe mündete.

Erinnerung an John Mponda

Dafür gab es ebenso viel Applaus wie für Nkwabi und Kazungu aus Bagamoyo in Tansania. Während Nkwabi zum 27. Mal anlässlich der Afrika-Wochen in Ahlen ist, stellte Rudolf Blauth, der dabei auch an den im März verstorbenen John Mponda erinnerte, den Künstler Kazungu vor, der in diesem Jahr erstmals hier ist. Der trommelte und tanzte in bester Abstimmung mit Nkwabi, beide stammen vom Volk der Sukuma am Victoriasee.

Die Frage „Wie weit ist Afrika?“ stelle sich nun nicht mehr, scherzte Blauth zwischendurch eigentlich in Anbetracht der sommerlich-heißen Temperaturen und meinte: „Afrika ist mitten unter uns“. Das traf indes musikalisch spätestens beim Song „Mbube“ zu. Der mehrstimmige, zunächst traditionell anmutende Gesang entwickelte sich zum Pop-Hit „The Lion Sleeps Tonight“, bei dem im Publikum eifrig mitgesungen wurde.

Konzert „Road to Freedom“

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  • Sprachliche und musikalische Grenzen zwischen Afrika und Europa wurden beim Konzert „Road to Freedom“ in der Aula des Gymnasiums St. Michael mühelos überwunden. Foto: Peter Harke
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Weitere Popsongs, ganz im Sinne des Mottos „Road to Freedom“, rundeten das Programm ab. Mit wechselnden Solo-, Duett- und Terzettsängern im Vordergrund interpretierte der „Cross-Over-Chor“ friedenssehnsüchtige Balladen wie „Heal The World“ von Michael Jackson oder „From A Distance“, das Bette Mittler in den 1980er Jahren bekannt machte: Ein Blick auf die ganze Welt könnte zur Einsicht führen, dass die Menschen endlich friedlich zusammenfinden. Die Kompositionen „Salaam! Frieden!“ oder „Ich träume mir ein Land“ aus der Feder von Veronika te Reh und Wolfgang König unterstrichen diesen Gedanken.

Dass Miteinander jedenfalls auf musikalischem Wege funktioniert, bewies beim „Road to Freedom“-Konzert der gleichnamige am Samstag uraufgeführte Song genau so wie die Zugabe „Zumba“. Stehend klatschten die Besucher zu den afrikanischen Rhythmen, die mit eu­ropäischen Akkorden ebenso harmonierten wie der Chor aus dem Kreis Warendorf mit den Musikern aus Wien, Simbabwe und Tansania. Die Sprache der Musik kennt eben keine Grenzen.

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