Unsere Retter
Schwitzen, spurten, balancieren

Kreis Warendorf -

Immer wieder trainieren und üben, denn im Ernstfall darf nichts schiefgehen. Das ist besonders bei der Feuerwehr so.

Dienstag, 26.06.2018, 19:38 Uhr

Auch „Wasser marsch!“ wurde trainiert.
Auch „Wasser marsch!“ wurde trainiert. Foto: Reinhard Baldauf

Die Sonne brannte vom Himmel und die Temperaturen waren hochsommerlich als am Samstag rund 700 Feuerwehrleute am kreisweiten Leistungsnachweis in Ennigerloh teilnahmen – und das in voller Schutzkleidung und Helm. Dabei waren der sportliche und feuerwehrtechnische Teil besonders anstrengend. Da wurde schon mal ein Wassertank zur Abkühlung genutzt. Aber auch kühle Getränke waren beim kameradschaftlichen Teil nach Abschluss der Aufgaben hoch willkommen.

Wiederbelebung.

Wiederbelebung. Foto: Reinhard Baldauf

Die Bedeutung des kameradschaftlichen Zusammenkommens betonten auch die Redner bei einem Treffen mit Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Gottmann. Dabei dankte er dem Geschäftsführer der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises (AWG), Thomas Grundmann, für die Gastfreundschaft, die man schon zum dritten Mal genießen dürfe.

„Warum noch einen Leistungsnachweis zusätzlich?“, fragte Gottmann. Die Auszeichnung könne es nicht sein. Der Kreisbrandmeister verdeutlichte: „Der große kameradschaftliche Teil steht ganz, ganz vorne im Visier.“ Daher versicherte er: „Wir werden das weiter beibehalten.“

Es brennt nicht immer unten.

Es brennt nicht immer unten. Foto: Reinhard Baldauf

Der Stellvertretende Landrat Winfried Kaup hob in seinem Grußwort hervor, dass die Feuerwehren nicht nur bei Bränden sowie Unfällen Tag und Nacht bei jeder Witterung bereitständen, sondern jetzt vermehrt auch bei Sturm und Hochwasser. Kaup: „Respekt, Anerkennung und Dank!“ Ennigerlohs Bürgermeister meinte: „Die Feuerwehr schafft niemand ab, weil es einige Monate nicht gebrannt hat, daher ist es ganz wichtig zu üben.“

Alles muss trainiert werden.

Alles muss trainiert werden. Foto: Reinhard Baldauf

Außerdem betonte er: „Die Pflege der Kameradschaft ist für mich ein wichtiger Baustein.“ Schließlich sei es gut, wenn man sich bei gemeinsamen Einsätzen kenne.

Nach den Worten von Bezirksbrandmeister Donald Niehues gibt es den „neuen“ Leistungsnachweis in Nordrhein Westfalen seit 43 Jahren und es gehe schon bei der Jugendfeuerwehr los. Zum Nachweis hielt er fest: „Es ist immer eine Gruppenarbeit.“ AWG-Geschäftsführer Thomas Grundmann betonte, dass die AWG gerne das Gelände zur Verfügung stelle. Man selbst brauche durchaus die Feuerwehr. Kreisbrandmeister Gottmann meinte, im Grund sei man jeden Tag bei der AWG, da hier in einer eigenen Halle Fahrzeuge untergestellt seien.

Gut besuchter Inforundgang.

Gut besuchter Inforundgang. Foto: Reinhard Baldauf

Dann startete ein Rundgang. Dabei lud der Kreisbrandmeister zum Mitmachen ein. Dies geschah dann bei der Ersten Hilfe. Den Anfang machten der stellvertretende Landrat Winfried Kaup und Thomas Grundmann von der AWG. Sie übten die Wiederbelebung. Auch Bürgermeister Berthold Lülf und Ralf Holtstiege von der Kreisverwaltung übten sich hier. Das geschah in einem Zelt, wie auch das Herstellen von Knoten und Stichen. Für den schriftlichen Teil standen sogar kühle Räume zur Verfügung.

Knoten und Stiche.

Knoten und Stiche. Foto: Reinhard Baldauf

Doch beim sportlichen Teil, einem Staffellauf kamen alle mächtig ins Schwitzen. Spurten, durch eine Röhre kriechen, über einen Balken balancierten und zum Abschluss noch ein Hindernis überwinden – das, schlauchte mächtig. Das galt auch für den Löschangriff. Schläuche mussten verlegt sowie angeschlossen werden und dann galt es, mit dem Wasserstrahl ein Ziel zu treffen.

Beim kameradschaftlichen Teil sorgte ein riesiger Lastenfallschirm für einigermaßen Schatten. Bei Bratwurst, Pommes und Erbsensuppe vom DRK konnten sich die Feuerwehrfrauen und -männer gut stärken. Neben viel Mineralwasser gab es da auch das eine oder andere kühle Bierchen zu den Gesprächen.

Unterm Lastenfallschirm.

Unterm Lastenfallschirm. Foto: Reinhard Baldauf

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