Mi., 11.08.2010

Ostbevern Macht da jemand Jagd auf Katzen?

Von Sigmar Teuber

Ostbevern - Veronica Maßling ist keine fanatische Tierrechtlerin. Sie ist auch keine einsame Jungfer, die Trost bei ihren vierpfotigen Freunden sucht. Sie ist einfach nur sauer. Immer wieder einmal verschwindet nämlich eine ihrer Katzen. Mal spurlos, ein anderes Mal tauchen die Tiere später viele Kilometer entfernt von ihrem Wohnort an der von-Liebig-Straße wieder auf. Eingefangen von fremden Menschen. Wie kürzlich Kater Cäsar. Den sah Veronica Maßling in Telgte wieder, nachdem sich die Finder auf eine Anzeige in der Zeitung gemeldet hatten.

„Meine Katzen laufen nicht einfach weg. Da legt jemand Hand an“, ist die Tierfreundin überzeugt. Zumal andere Besitzer in ihrem Umfeld dieses Problem nicht hätten. Beweisen kann sie das zwar nicht. Ihrer Meinung nach spricht aber vieles dafür. „Eine meiner Katzen stand ein paar Tage nach ihrem Verschwinden verletzt vor meiner Tür. In ihrem Kopf steckte eine Kugel. Eine andere wurde 40 Kilometer entfernt aufgegriffen. Sie hatte Verletzungen, die darauf hindeuten, dass sie in einer Falle gefangen und transportiert worden war“, sagt Veronica Maßling.

Um Stress mit den direkten Nachbarn zu vermeiden, so die Katzenliebhaberin, lasse sie ihre Tiere in der Regel einmal am frühen Morgen und einmal am Nachmittag aus dem Haus, um sie kurz darauf wieder in die Wohnung zu holen. „Allerdings lässt es sich nicht verhindern, dass einmal ein Tier ausbüxt, wenn Fremde das Haus hüten“. Darum habe sie Anliegern angeboten, jeglichen Schaden zu bezahlen, den die Samtpfoten eventuell anrichten könnten. „Wer Katzen nicht mag, kann sie auch mit Wasser bespritzen und so aus dem Garten jagen“, sagt sie. „Aber doch nicht fangen und verschwinden lassen.“ Solche Fälle machten nicht nur sie selbst regelmäßig sehr traurig. „Auch meine Tageskinder lieben die Tiere und leiden darunter, wenn eines plötzlich weg ist.“

Um ihre Katzen jederzeit identifizieren zu können, lässt Veronica Maßling die Miezen vom Tierarzt chippen. So konnten sie und die Finder auch sicher sein, dass es sich bei der Katze, die kürzlich nach längerer Abwesenheit in Telgte auftauchte, um ihren Cäsar handelte. „Viele Menschen wissen aber gar nicht, dass es diese Möglichkeit gibt. Sie glauben, dass sie ein gutes Werk tun, wenn sie Fundtiere einfach behalten und ihnen ein neues Zuhause bieten“, so die Ostbevernerin. Angebrachter sei es aus ihrer Sicht aber, die Katzen den Fundämtern von Städten und Gemeinden oder in Tierheimen zu melden, „damit Besitzer wie ich eine Chance haben, sie dort schnell zu finden“.

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