Do., 12.03.2015

Rat: Windkraft Kein Geld der Gemeinde für Windkraft

Die Gemeinde wird sich nicht mit einer Investitionssumme von 500 000 Euro an einer Betreibergesellschaft von Windkraftanlagen beteiligen.

Die Gemeinde wird sich nicht mit einer Investitionssumme von 500 000 Euro an einer Betreibergesellschaft von Windkraftanlagen beteiligen. Foto: Biniossek

Ostbevern - 

Die Beteiligung Ostbeverns an einem Windkraftprojekt ist endgültig vom Tisch. Mit der Mehrheit von CDU und FDP und gegen die Stimmen von SDP und Grüne stimmte der Rat der Gemeinde gegen ein finanzielles Engagement in Höhe von 500 000 Euro am Bau einer Windkraftanlage.

Von Thomas Biniossek

Die Beteiligung Ostbeverns an einem Windkraftprojekt ist endgültig vom Tisch. Mit der Mehrheit von CDU und FDP und gegen die Stimmen von SDP und Grüne stimmte der Rat der Gemeinde gegen ein finanzielles Engagement in Höhe von 500 000 Euro am Bau einer Windkraftanlage. „Es geht hier nicht um ein generelles Nein zur Windkraft , es geht hier nur um die gemeindliche Beteiligung an einer Investorengesellschaft“, machte Bürgermeister Wolfgang Annen klar.

Der Erste Bürger war zuvor in die Kritik vor allem der Grünen-Fraktion geraten. Ratsherr Ulrich Lunkebein bezichtigte Annen gar der Lüge. Der Bürgermeister habe, so der sichtlich wütende Gymnasiallehrer, die Ausschussmitglieder wissentlich falsch informiert und sein Gespräch mit den Investoren falsch wiedergegeben. Annen, zunächst sichtlich geschockt ob dieses Angriffs, wies den Vorwurf entschieden zurück. Klar sei vielmehr gewesen, dass die Investoren verhalten darauf reagiert hätten, dass bei einer gemeindlichen Beteiligung Verträge geändert und Wirtschaftsprüfungsunternehmen eingeschaltet werden müssten.

Heinz-Josef Zumhasch (SPD) wies darauf hin, dass die Investoren sehr wohl Interesse an einer Betreibergesellschaft hätten, wenn dies nicht zu mehr Kosten führe. „Wir finden, es ist nötig, dass sich die Gemeinde beteiligt. Die Bedingungen müssen allerdings stimmen“, sagte Zumhasch.

Wichtig fand es FDP-Fraktionsführer Sebastian Hollmann, dass die Gemeinde Windkraft fördere. Es sei aber fraglich, ob sie sich als Gesellschafter beteiligen müsse. „Unter den Begleitumständen macht es für die Investoren wenig Sinn, wenn sich die Gemeinde engagiert.“ Dr. Michael König (CDU) sagte: „Windkraftanlagen sind rentabel. Warum sollte sich die Gemeinde da einmischen?“ Und CDU-Fraktionschef Hubertus Hermanns betonte: „Wenn eine Beteiligung der Gemeinde zu finanziellen Einbußen bei den Betreibern führt, sollten wir uns zurückziehen.“

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