Mi., 06.07.2016

Freifunk-Netz Das WLAN-Netz wächst

Das offene WLAN im Gasthof von Michael Mersbäumer (l.) haben die Ostbeverner Freifunker (v.l.) Mike Wördemann und Jens van der Burg eingerichtet.

Das offene WLAN im Gasthof von Michael Mersbäumer (l.) haben die Ostbeverner Freifunker (v.l.) Mike Wördemann und Jens van der Burg eingerichtet. Foto: Hagemeyer

Ostbevern - 

Das Freifunk-Netz in der Gemeinde wächst, inzwischen sind schon mehr als 20 der als „Knoten“ bezeichneten Router online, mit denen ein offenes WLAN zur Verfügung gestellt wird.

Von Engelbert Hagemeyer

Die Ostbeverner Freifunker haben ihre erste Großinstallation abgeschlossen. Nach einer mehrwöchigen Testphase sorgen sechs Router an unterschiedlichen Stellen im Gasthof Mersbäumer dafür, dass den Gästen das freie und offene WLAN flächendeckend zur Verfügung steht. Der Gasthof ist damit ein weiterer Punkt auf der stetig wachsenden Freifunk-Karte in der Gemeinde. „Wir haben inzwischen rund 20 ,Knoten‘, also Freifunk WLAN-Router, in Betrieb“, sagt Mike Wördemann , der das Freifunk-Projekt zusammen mit seiner Frau Tanja und Jens van der Burg nach vorne bringt.

Neben Privatpersonen haben auch Unternehmen wie das Anno 1905, der Frisör Struwwelpeter oder das Fotostudio Brandes einen Knoten aufgestellt – und nun auch der Gasthof Mersbäumer. „Die Gäste sind begeistert“, sagt Gastwirt Michael Mersbäumer . Zwar gab es bislang in seiner Gaststätte auch schon WLAN, doch wer es nutzen wollte, der musste sich relativ aufwendig registrieren. Diese Hürde ist nun weggefallen, beim Freifunk reicht es, das WLAN-Netz auf dem Telefon oder dem Laptop auszuwählen. Es sind keine weiteren Schritte notwendig, nicht einmal ein Haken muss gesetzt werden. Das Gerät verbindet sich auch an anderen Orten immer wieder automatisch mit dem Freifunk.

Ein Flaschenhals ist aber weiterhin die Bandbreite. Ein Problem, auf das die Freifunker immer wieder stoßen. „Es gibt nur wenige Bereiche in der Gemeinde, in denen es echtes Breitband-Internet gibt“, sagt Jens van der Burg. Besserung erhoffen sie sich durch den Glasfaser-Ausbau, der in Kürze starten soll. Dann wird es zumindest im Innenbereich keine Bandbreitenprobleme geben, sind sich die Freifunker sicher.

In den Außenbereichen, wie auch bei Mersbäumer, steht noch nicht fest, ob Glasfaser verlegt wird. Doch mit technischen Kniffen ist es den Freifunkern gelungen, die geringe Bandbreite so aufzuteilen, dass die Gäste surfen können und für Michael Mersbäumer und seine Mitarbeiter dennoch genug übrig bleibt, um zum Beispiel geschäftliche Emails abzurufen. Für Interessenten, die bislang wegen zu geringer Bandbreite Bedenken hatten, gibt es also Lösungen.

Die Freifunker haben aus der 1000-Euro-Anschubfinanzierung der Verwaltung auch Demo-Geräte angeschafft, die sie gerne testweise aufstellen. Für Michael Mersbäumer war bereits nach kurzer Demonstration klar, dass es in seinem Haus eine feste Installation geben wird. „Internet und WLAN sind wichtige Themen und heute nicht mehr wegzudenken“, sagt er.

Wer sich informieren oder einen Knoten aufstellen möchte, der kann sich an die Freifunker wenden. Auf der Webseite gibt es auch eine Übersichtskarte der Zugangspunkte:  freifunk-ostbevern .de.

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