Mi., 27.07.2016

Kirchner-Bau an der Hauptstraße Die unendliche Geschichte

Der Bauzaun bleibt an der Hauptstraße. Die Bauarbeiten am Kirchner/Schmitz-Gebäude wurden vom Kreis Warendorf erneut gestoppt.

Der Bauzaun bleibt an der Hauptstraße. Die Bauarbeiten am Kirchner/Schmitz-Gebäude wurden vom Kreis Warendorf erneut gestoppt. Foto: Biniossek

Ostbevern - 

Gerade wurde der Baustopp durch den Kreis Warendorf aufgehoben, da gibt es einen neuerlichen Baustopp für den Kirchner-Bau an der Hauptstraße. Der Kreis monierte, dass kein qualifizierter Bauleiter vor Ort sei.

Von Thomas Biniossek

Das ist eine never ending Story, eine unendliche Geschichte, die nun eine Fortsetzung erfährt. Es geht um den Kirchner/Schmitz-Bau an der Hauptstraße , dem Wohn- und Geschäftshaus, das seit inzwischen Jahren die Gemüter in der Bevergemeinde bewegt. Gerade schien alles doch ein gutes Ende zu nehmen, nun aber hat der Kreis Warendorf für das Objekt erneut einen Baustopp verfügt.

„Seit dem 7. Juli ist der Bau erneut stillgelegt“, erklärte Kreis-Pressesprecher Daniel Höing . Es sei kein qualifizierter Bauleiter benannt worden, so die Begründung der Fachbehörde des Kreises. Die genannte Person haben den Anforderungen nicht entsprochen. Zudem hätten Bauarbeiten stattgefunden, die zunächst ein Prüfstatiker abnehmen müsse. Am 14. Juli sei der Baustopp teilaufgehoben worden „um witterungsbedingte Arbeiten am Dach durchführen zu können“, so Höing weiter.

Vor gut einem Monat berichteten wir, dass die Bauarbeiten nun weitergehen könnten, weil nach dem ersten Baustopp wegen einer fehlenden Brandschutzwand zwischen den beiden Gebäude dieses Problem in Zusammenarbeit mit Bauherrn und Kreis Warendorf „geheilt“ werden konnte. Und tatsächlich wurde danach am Objekt gearbeitet – aber nur ganz kurz. Wenig später war wieder kein Bauarbeiter am Wohn- und Geschäftshaus zu sehen und die seit Jahren dort stehenden Absperrungen blieben.

Vor über fünf Jahren wurde das Objekt in Angriff genommen, seinerzeit verkaufte die Gemeinde das Grundstück an die Kirchner Immobilien in Telgte. 2013 wurden die vorhandenen Gebäude abgerissen, an deren Stelle sollten zwei Wohn- und Geschäftshäuser entstehen und maßgeblich zur Belebung des Ortskerns beitragen. Gebaut wurde, allerdings offensichtlich mit solchen baulichen Mängeln, dass der Kreis als Aufsichtsbehörde einschreiten musste. Lediglich die Wohnungen im linken Teil (Kirchner) sind inzwischen, die ebenerdigen Geschäfte stehen aber weiterhin leer. Der rechte Teil ( Schmitz ), in dem ebenfalls Wohnungen entstehen sollten und im Erdgeschoss eine Bäckerei mit Café, ist aber weiterhin eine trostlose Baustelle. Ein Ende der Geschichte scheint nicht in Sicht.

Für eine Stellungnahme war Andreas Schmitz nicht zu erreichen.

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