Do., 24.11.2016

Neuer Klimamann Wieder Gold für Ostbevern

Tim Scharschuch (l.) ist  der neue Klimaschutzmanager in Ostbevern. Gemeinsam mit Wolfgang Annen freut er sich über ein weiteres E-Mobils, das den Mitarbeitern der Gemeinde für Dienstfahrten zur Verfügung gestellt wird.

Tim Scharschuch (l.) ist  der neue Klimaschutzmanager in Ostbevern. Gemeinsam mit Wolfgang Annen freut er sich über ein weiteres E-Mobils, das den Mitarbeitern der Gemeinde für Dienstfahrten zur Verfügung gestellt wird. Foto: Gemeinde Ostbevern

Ostbevern - 

Tim Scharschuch heißt der Mann. Klimaschutzmanager ist er. In Ostbevern. Ein neues E-Fahrzeug und die neuerliche Auszeichnung als „European Energy Award“-Goldkommune gibt‘s noch obendrauf.

Besser hätte der Einstieg für Tim Scharschuch, neuer Klimaschutzmanager der Gemeinde Ostbevern, wohl nicht laufen können: Kaum hatte sich der 31-jährige Ingenieur für Raumplanung an seinem Schreibtisch eingerichtet, flatterte auch schon der positive Bescheid der Energie-Agentur.NRW ins Haus: Die Gemeinde Ostbevern wird in diesem Jahr zum fünften Mal mit dem „European Energy Award“ ausgezeichnet. Ein Umstand, der den Nachfolger von Julian Schütte riesig freut, zumal Ostbevern in diesem Jahr zugleich auch Gastgeber der Verleihungsveranstaltung sein wird.

Am 7. Dezember (Mittwoch) wird Schloss Loburg zum Schauplatz der landesweiten Verleihung des „Energie-Oscar“. Einer der Gründe, warum die Veranstaltung nach Ostbevern kommt, ist neben der langjährigen Teilnahme auch der Umstand, dass Ostbevern unter allen 112 europäischen Kommunen, die 2016 mit Gold prämiert werden, den dritten Platz in der Gesamtwertung belegt.

Die Bevergemeinde ist inzwischen ein alter Hase, wenn es um die Teilnahme an diesem internationalen Qualitäts- und Zertifizierungswettbewerb geht. 2003 als EEA-Debütant auf Anhieb mit Silber dekoriert, folgte 2005 die Auszeichnung in Gold – und zwar als erste Gemeinde Deutschlands. Ihre herausragenden und kontinuierlichen Leistungen im Energie- und Umweltbereich wurden in 2009 und 2013 erneut mit Gold ausgezeichnet.

Erklärtes Ziel der Gemeinde ist es, im Jahr 2020 Klimaneutralität zu erlangen. Ostbevern setzt sich deshalb nachhaltig für den Windkraftausbau durch Ausweisung von sogenannten Konzentrationszonen ein. Erst im Juni konnte ein Teilflächennutzungsplan verabschiedet werden, der den Bau von sechs bis acht Anlagen von je mindestens 2,5 MW in absehbarer Zeit ermöglichen soll.

Als Gemeinde im ländlichen Raum ist das Thema „Mobilität“ für Ostbevern von besonderer Bedeutung. Das Fahrrad genießt einen hohen Stellenwert in der Bevölkerung. Die Erweiterung des Radwegenetzes durch inzwischen fünf Bürgerradwege hat sich zu einem Erfolgsprojekt entwickelt. Bislang konnten zirka 20 Kilometer zusätzliche Radwegeverbindungen realisiert werden.

Außerdem übernimmt die Gemeinde selbst mit dem Ausbau von Elektromobilität eine Vorbildfunktion. Als eine der ersten Maßnahmen wurde in Kooperation mit den Stadtwerken ETO in unmittelbarer Nähe zum Rathaus eine öffentliche Stromzapfsäule für Elektrofahrzeuge installiert. Den Mitarbeiter des Rathauses steht neben einem BMW i3 für die Dienstfahrten neu ein Passat in der Plug-in-Hybrid-Version zur Verfügung. Die Anschaffung eines weiteren E-Fahrzeuges ist für 2017 geplant und soll dem Bauhof zur Verfügung gestellt werden, heißt es im Pressebericht der Gemeindeverwaltung.

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