Neues aus Nyundo
Fertig in nur 14 Tagen

Ostbevern -

Mit Hilfe der Spendengelder aus Ostbevern, konnte einer Witwe und Mutter von sieben Kinder ein Haus gebaut werden. Doch mit der finanziellen Unterstützung aus der Bevergemeinde konnte im vergangenen Jahr noch weit mehr in Nyundo/Ruanda auf die Beine gestellt werden.

Samstag, 13.01.2018, 18:01 Uhr

Einer Witwe und Mutter von sieben Kinder konnte durch die finanzielle Hilfe ein Haus gebaut werden. Die Spendengeldern aus Ostbevern wurden auch für Waisen (Foto) verwendet, um ihnen Schulkleidung und Schulmaterialien zu ermöglichen, was vor Ort für den Schulbesuch eine notwendige Voraussetzung ist.
Einer Witwe und Mutter von sieben Kinder konnte durch die finanzielle Hilfe ein Haus gebaut werden. Die Spendengeldern aus Ostbevern wurden auch für Waisen (Foto) verwendet, um ihnen Schulkleidung und Schulmaterialien zu ermöglichen, was vor Ort für den Schulbesuch eine notwendige Voraussetzung ist.

18 000 Euro wurden im Kalenderjahr 2017 von der Kirchengemeinde St. Ambrosius zweckgebunden für den Bau neuer Häuser für Witwen und Waisen in Ruanda zur Verfügung gestellt. Das mittlerweile sechste Haus wurde soeben fertiggestellt. Eine Witwe mit ihren sieben Kindern konnte noch vor Weihnachten dort einziehen.

Adrienne Mukamitali und ihr Mann Claude – seit Jahren die Gewährsleute vor Ort – planen die Häuserbauten, indem sie zunächst die bedürftigsten Witwen auswählen. Das ist in erster Linie Adriennes Aufgabe, zumal sie als ehemalige Witwe aus dem Genozid geradezu dafür prädestiniert ist, weil sie aus eigener Erfahrung mit den Witwen auf Augenhöhe deren Probleme und Sorgen nachvollziehen kann.

Im nächsten Schritt werden dann die Grundstückfragen mit den jeweiligen Behörden geklärt und die Baumaterialien eingekauft: gebrannte Steine, Zement, Sand, Dachsparren aus Metall und das (Wellblech-)Dach. Ein Maurerpolier mit drei bis fünf Maurern erstellt dann außerhalb der Regenzeit innerhalb von maximal 14 Tagen das komplette Haus mit einem Betonfußboden, damit die Bodenfeuchtigkeit außen vor bleibt. An Lohn- und Materialkosten werden ca. 3000 Euro benötigt.

Claude, der jetzige Ehemann von Adrienne, kontrolliert den Baufortschritt und die sachgerechte Ausführung des Neubaus.

Pfarrer Felix Schnetgöke, der Ende 2017 von einem Besuch in Ruanda zurückgekehrt war und von dem die aktuellen Fotos stammen, hat sich persönlich überzeugen können, dass die Unterstützung aus St. Ambrosius den Menschen zugute kommt, die es wirklich am dringendsten nötig haben und die von staatlicher und auch von kirchlicher Seite in Ruanda keine Unterstützung erfahren.

Aber nicht nur der Bau von Häusern gehört zu den jährlichen Projekten, die von St. Ambrosius unterstützt werden. 40 000 Euro wurden für Waisen verwendet, um ihnen Schulkleidung und Schulmaterialien zu kaufen, was für den Schulbesuch eine notwendige Voraussetzung ist. Die Schulkleidung wiederum lässt Adrienne durch Witwen erstellen, sodass diese darüber auch ein kleines Einkommen erhalten. Außerdem vermittelt sie Mikrokredite, Saatgut, Pflanzen und vieles mehr an die Witwen, die dann wiederum den Start in ein eigenständiges und unabhängiges Leben in Ruanda bedeuten.

All diese Zuwendungen sind von Adrienne in einem Rechenschaftsbericht 2017 aufgeführt, der auch in der Kirche aushängt, heißt es dazu in einer Mitteilung. Der für die katholischen Schulen in Nyundo zuständige Diözesanbeauftragte Pfarrer Eli Hatangimbabazi, der vor fünf Jahren Ostbevern besucht hat, hat die sachgerechte Verwendung der Gelder bestätigt, sodass St. Ambrosius davon ausgehen kann, dass die großzügige Unterstützung, die schon seit nunmehr fast 30 Jahren läuft, auch wirklich ankommt.

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