Mehr Licht auf dem Nordring
Für mehr lichte Momente

Ostbevern -

In der Angelegenheit um den Straßenabschnitt des Nordrings in Ostbevern, der zum Baugebiet Kohkamp II führt, gibt es eine neue Entwicklung. Um eine bessere Verkehrssicherheit gewährleisten zu können und den Charakter einer innerörtlichen Straße zu suggerieren, sollen nun Straßenlaternen errichtet werden.

Mittwoch, 14.02.2018, 15:02 Uhr

Trügerische Ruhe auf dem Nordring? Wenn es nach dem Kreis geht, ist dieser Straßenabschnitt von besonderer Bedeutung für den Verkehr, weshalb eine Reduzierung des Tempolimits von 70 auf 50 nicht kommen wird.
Trügerische Ruhe auf dem Nordring? Wenn es nach dem Kreis geht, ist dieser Straßenabschnitt von besonderer Bedeutung für den Verkehr, weshalb eine Reduzierung des Tempolimits von 70 auf 50 nicht kommen wird. Foto: Sebastian Rohling

Mehr Licht, das ist das Ergebnis des Umwelt- und Planungsausschusses. Demnach soll der westliche Teil des Nordrings bis zur Bahnhofstraße eine Straßenbeleuchtung bekommen. Das wiederum hat zur Folge, dass auch Teile der L 830 beleuchtet werden müssen, sowie das Stück bis zur Kreuzung Engelstraße/Geschwister-Scholl-Straße. Die Kosten für die insgesamt zehn Leuchtpunkte belaufen sich auf insgesamt rund 80 000 Euro. „Eine Refinanzierung über Erschließungsbeiträge wie innerhalb des Baugebietes ist nicht möglich“, beendete Hans-Heinrich Witt vom Fachbereich IV seinen Vortrag über die Möglichkeiten einer entsprechenden Beleuchtung.

Vorausgegangen war die erneute Verkehrssituation auf dem Nordring (WN berichteten), die schon seit vielen Monaten immer wieder zu Konflikten mit dem Kreis führt, da dieser den Status einer außerortlichen Straße, und damit Tempo 70, nicht ändern will. Auch eine zuletzt gestartete Unterschriftenaktion lief ins Leere, wie Andreas Beckmann, einer der Initiatoren, gegenüber unserer Zeitung berichtete: „Erst heute (Dienstag, 13. Februar) habe ich nach nunmehr drei Monaten eine erste Rückmeldung zu den an den Kreistag überreichten Unterschriften bezüglich eines Tempolimits auf dem Nordring erhalten“, ist er verärgert, hatten er und alle Mitstreiter doch mehr erwartet: „Die Kreisverwaltung wird von Frau Dr. Lehnert mit dem Altbekannten zitiert – unsinnigerweise soll erneut gemessen werden, ob die Verkehrsteilnehmer die zugelassene Höchstgeschwindigkeit überschreiten. Auch das Verkehrsaufkommen soll erneut gemessen werden“, sagt der Anwohner des Baugebietes Kohkamp II frustriert. „Scheinbar wird sich auch der Kreistag nicht mit dem Thema befassen. Auf jeden Fall berichtet Frau Lehnert nicht von einem solchen Vorhaben. Mit dem Bürgerantrag, den sie dankenswerterweise an den Landrat als Vorsitzenden des Kreistages überreicht hat, beschäftigte sich bisher wohl nur die Verwaltung. Das ist zumindest eigenartig.“

Das nun verabschiedete Konzept, den betroffenen Bereich zumindest zu illuminieren, setzt die Gemeinde aber nicht nur um, um dem Straßenabschnitt einen innerörtlichen Charakter zu geben – und damit die Autofahrer zu einem vorsichtigeren Fahren zu animieren. Mit Hinblick auf das weitere Wachstum der Gemeinde mit den Baugebieten Kohkamp III und Kohkamp I hätte ein entsprechendes Beleuchtungskonzept früher oder später eh kommen müssen, sind sich die Ausschussmitglieder einig. Die Straßenlaternen am Nordring würden dann so aufgestellt, dass ein späterer Fuß- und Radweg auch genügend ausgeleuchtet würde.

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