Blutspender in Ostbevern geehrt
Bis zum letzten Tropfen

Ostbevern -

Das DRK Ostbevern hat 20 Bürgern für häufiges Blutspenden geehrt. Einen besonderen Dank erhielt Siegfried Knauer. Er spendete schon 150 Mal sein Blut. Insgesamt hat das örtliche DRK aber die gleichen Probleme wie ihre Kameraden – insgesamt gibt es zu wenig Spendenbereitschaft.

Donnerstag, 14.06.2018, 16:26 Uhr

Klaus Uhlenhake (l.) mit allen geehrten Blutspendern, die für ihre aufopfernde Bereitschaft Urkunden, Präsente und Ehrennadeln verliehen bekommen haben.
Klaus Uhlenhake (l.) mit allen geehrten Blutspendern, die für ihre aufopfernde Bereitschaft Urkunden, Präsente und Ehrennadeln verliehen bekommen haben. Foto: Reinker

„Das menschliche Blut ist in seiner Komplexität nicht nachzumachen“, sagte Frank Brokinkel bei der Ehrung örtlicher Blutspender am Dienstagabend. Der Referent für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst erkannte daher deren Engagement in einer kleinen Feierstunde an. 20 Ostbeverner bekamen für diese Bereitschaft, die sich in ihrer Anzahl „rundete“, Urkunden, Präsente und Ehrennadeln. Besonders stolz darf Siegfried Knauer sein: Er spendete 150 Mal den wertvollen Lebenssaft.

Klaus Uhlenhake, zweiter Vorsitzender des hiesigen DRK-Ortsvereins, begrüßte die Anwesenden im Edith-Stein-Haus und dankte für die Hilfsbereitschaft der zu Ehrenden. Dass „Blut spenden rettet Leben!“ nicht nur ein Werbeslogan von Blutspendediensten ist, machte Frank Brokinkel in einigen Erklärungen deutlich. Aufgrund des demografischen Wandels sei es wichtig, immer mehr Blutspender zu gewinnen, betonte er. Leider würden sich zurzeit nur drei Prozent aller Bürger im spendenfähigen Alter beteiligen. „Das heißt“, so Brokinkel, „dass sich 97 Prozent darauf verlassen, dass jemand für sie spendet.“ Die Angst vor der Nadel ließ er als Grund für ein Nein zur Spende nicht zu. „Wenn man operiert werden muss, sagt man ja auch nicht, dass man sich nicht stechen lässt.“

Ein paar Zahlen ließ der Referent folgen: Im Kreis Warendorf spendeten im letzten Jahr 23 720 Bürger, in Ostbevern 803. Eine gute Steigerung, waren es in der Bevergemeinde doch im Jahr 2016 ganze 764 Teilnehmer.

Frank Brokinkel erklärte die Bedeutung der umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen, die der Blutspende vorausgehen, etwa der Fragebogen und die Vorlage des Personalausweises. Diese Vorgaben gelten für alle Blutspendedienste und wurden durch die Aufsichtsbehörden bestimmt. Er appellierte an die Anwesenden, weiterzumachen und zu werben. Denn für jeden Spender, der aufhört, müssten, um den zukünftigen Bedarf zu decken, drei neue Freiwillige ihre Bereitschaft zeigen.

Die nächste Möglichkeit zur Blutspende ist im August.

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