Prinzenproklamation der Sassenberger Narren
So., 29.01.2012
Prinz Robert I. regiert
Seht her, ich bin´! Prinz Robert I. und seine Prinzessin Michaela übernahmen am Samstag das Zepter der Sassenberger Narren und freuen sich auf die Session.
Sassenberg -
Mit Pauken und Trompeten zog der neue Sassenberger Prinz in die Narrhalla ein. Immer wieder musste er inne halten, um Gratulationen und Glückwünsche entgegen zu nehmen. Doch dann war es geschafft: „Ich freue mich, euer neuer Karnevalsprinz sein zu dürfen!“, begrüßte Prinz Robert I. (Schräder), der Partygriller und Hungerstiller, die jubelnde Menge.
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Das Narrenvolk hieß seinen neuen Regenten und seine Gemahlin Michaela mit einem drei Mal kräftigen Helau willkommen.
Um 19.33 Uhr wurde die PriPro in der Herxfeldhalle durch den Einmarsch der Formationen feierlich eröffnet. Von da an stand der Saal Kopf, stetig stieg die Stimmung. Mit ihrem Programm „Lieber Karnevalsfieber als Schweinepest“ hatten die Organisatoren vom KCK den Nerv des Publikums getroffen. „Es gibt Züge, die haben keine Gleise nötig!“, moderierte Sitzungspräsident Ludger Kaup den ersten Programmpunkt an. Und so leisteten die Sternchen mit „Starlight Express“ den tänzerischen Einstieg. Präsident Hermann Schimweg übernahm zwei Ehrungen: Vor elf Jahren regierten Karl-Heinz Landau von Regie und Melodie und seine Prinzessin Sabine die Sassenberger. Den Orden für besondere Verdienste erhielt Ex-Komitee-Mitglied Heinz Maibaum, der auch über das Rentenalter hinaus viele Prinzen begleitet hat. Das Amt des Zeremonienmeisters übernahm an diesem Abend übrigens Christoph Große Kunstleve für Schluffe Ulrich Krewerth.
Im Programm weiter ging es mit Josefa und Hedwig alias Renate Schräer und Anne Austermann vom Thekreisa, sie stiegen zum Thema „Cholesterinspiegel“ in die Bütt. Die Bühne zum Beben brachten anschließend die Teenies, die mit „Moskau“ eine flotte Sohle aufs Parkett legten. Eines der absoluten Highlights präsentierte das Corps der alten Könige: Schon die Schwimmer, die sich erfolgreich gegen den weißen Hai zur Wehr setzten und Flipper mimten, ernteten die volle Aufmerksamkeit des Publikums. Als dann Dieter Hallervorden (Frank Deitert) und Helga Feddersen (Norbert Rutte) einmarschierten, erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt. Mit ihrer Gesangs-Performance „Die Wanne ist voll“ brachten sie das Publikum zum Kreischen und Gröhlen.
Danach präsentierte Christiane Brenne das neue Mottolied. Junior-Tanzmariechen Anja Feidieker hat bereits im letzten Jahr die Herzen im Sturm erobert, auch dieses Mal glänzte sie und erntete tosenden Applaus. Der Elferrat reiste mit den Zuschauern in skandinavische Länder und versetzte sie in eine Zeit, in der die Welt am Hesselstrand noch in Ordnung war, in eine Zeit, in der der Schluffe noch Schützenkönig wurde. „Nur ein primitives Naturvolk stört das Idyll – die Füchtorfer, geprägt vom Glauben an ein schnelles DSL und eine Turnhalle.“ Als eines Tages der schreckliche Sven, seines Zeichens Anführer der Füchtorfer, mit zwei Kumpanen kam, um Vlake zu besetzen, überlegte das Volk, wie sie Feinde in die Flucht schlagen könnten. „Wir verlängern den Lärmschutzwall am Schützenplatz oder wir machen sie selbstständig, damit kommen die nie klar!“ Doch der kleine Wickie war es, der nach einem Nasereib die perfekte Lösung parat hatte: „Wir geben euch das Beste, was wir haben – unsere Prinzessin Carmen.“
Damit rührte der Elferrat seine Prinzessin fast zu Tränen. Diese gab das Narrenzepter nur ungern aus der Hand: „Jetzt am Ende blicke ich noch einmal zurück und kann sagen: Ganz egal, wo man mit euch hingeht, es ist wunderschön! Für mich war es eine Kreuzfahrt ins Glück, der schönste Urlaub meines Lebens. Es war, ist und wird immer etwas Besonderes bleiben“, dankte die Tollität allen Beteiligten für unvergessliche Momente. Von oben sehen sie allerhand, die bekannten Engel vom Hesselstrand: Und so stiegen Bernd Ostkamp und Conny Brinck einmal mehr gemeinsam in die Bütt, um die Geschehnisse des letzten Jahres aufs Korn zu nehmen. Der Auftritt aber war leider der letzte: „Nun gehen die Engel in Pension. Wir haben gerne Spaß gemacht, denn auch wir haben oft Tränen gelacht.“ Auch die Stimmungsrunde des Fanfarenzugs durfte nicht fehlen.
Als nächstes hieß Kaup Kai und Steffi Offers auf der Bühne willkommen: In ihrer Rolle als Theo Toupet und seiner reizenden Assistentin Claudia von der Firma „Ramsch, Schrott und Tingeltangel“ gelang es ihnen während ihrer Verkaufsveranstaltung sogar, einen handelsüblichen grauen Eimer als unverzichtbar anzupreisen. Tänzerische Akzente setzten nach den Sternchen und Teenies und natürlich die Blau-Weißen Funken mit ihrem Gardetanz. Beim Showtanz verpassten sie dem Publikum als Stewardessen „Flugzeuge im Bauch, im Blut Kerosin“.
Um die Spannung bis zur Pripro zu halten, heizte Matze Freese den Feiernden mit bekannten Karnevalshits noch einmal richtig ein, bevor das neue Prinzenpaar Robert I. und Michaela in den Saal marschierte. Für das neue Prinzenpaar schwang Tanzmariechen Malena Böckenholt elegant das Tanzbein. Und wie könnte es anders sein: Bevor die Jecken ihren neuen Regenten feierten, sangen sie „Beim Karneval in Sassenberg“. Dieses Mal ertönte der traditionelle Karnevalskracher in einer Rap-Version.
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