Meditativer Abend im Altenzentrum

Mi., 01.02.2012

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Klara von Assisi kämpfte um das „Privileg der Armut“

Meditativer Abend im Altenzentrum : Klara von Assisi kämpfte um das „Privileg der Armut“

Die KFD Sassenberg hatte zu einem meditativen Abend ins Altenzentrum eingeladen, und Diakon Werner Fusenig referierte zu Klara von Assisi. Foto: Röttger

Sassenberg - 

Dem Erfolg des Vorjahres „Wenn das Leben neu in Fluss kommt – auf den Spuren der Bernadette von Lourdes“ stand das Programm am Dienstagabend in nichts nach. Die katholische Frauengemeinschaft St. Johannes Evangelist hatte einmal mehr zu einem meditativen Abend eingeladen.

Von Sarah Röttger

Dem Erfolg des Vorjahres „Wenn das Leben neu in Fluss kommt – auf den Spuren der Bernadette von Lourdes“ stand das Programm am Dienstagabend in nichts nach. Die katholische Frauengemeinschaft St. Johannes Evangelist hatte einmal mehr zu einem meditativen Abend eingeladen. „Vor einigen Jahren waren wir von der Frauengemeinschaft in Rom und sind auf dem Rückweg auch durch Assisi gefahren. Daher ist einigen von uns die Geschichte von Klara schon ein bisschen bekannt“, erklärt Vorsitzende Erika Ruhe.

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Ihre Mitstreiterinnen sind sich einig: „Wir sind schon ganz gespannt, was uns heute Abend erwartet.“ Unter dem Titel „Feuer der Liebe, Klara von Assisi – Ein meditativer Abend mit Bildern und Texten auf den Spuren der heiligen Klara“ leitete Diakon Werner Fusenig die Veranstaltung in der Kapelle des Seniorenzentrums. Klara von Assisi widersetzte sich als junge Frau ihren reichen Eltern und entschied sich für ein Leben in absoluter Armut. Sie folgte Franz von Assisi in seiner Lehre und begründete den Klarissenorden. Bis zu ihrem Tode blieb Klara in der Klausur des Klosters von San Damiano und lebte nach der von ihr geschriebenen Ordensregel, die nach ihren Worten darin bestand, „einfach das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus zu beachten“. Bis zu ihrem Tod kämpfte sie um die kirchliche Anerkennung dieser Lebensform, um das „Privileg der Armut“. Der Papst war nämlich der Ansicht, dass die von Klara geschriebene Regel zu streng und daher nicht einzuhalten sei. Die Anerkennung der Ordensregel gewährte ihr Papst Innozenz IV. erst auf ihrem Sterbebett. Die Ordensregel der Klarissen war die erste Ordensregel der Geschichte, die eine Frau für Frauen geschrieben hatte. Die Regel ist für die damalige Zeit erstaunlich demokratisch – sie betont insbesondere die Eigenverantwortung jeder einzelnen Schwester. Viele Frauen in ganz Europa fühlten sich davon angesprochen und traten den Klarissen bei. Inzwischen zählt er zu den zwei größten Frauenorden der katholischen Kirche.


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