Di., 05.04.2016

Kolpingsfamilie Sassenberg setzt sich für Freifunk ein Kostenloses Surfen für alle

Die Brüder Anton (l.) und Philipp Röhl setzen sich für den Freifunk in Sassenberg ein.

Die Brüder Anton (l.) und Philipp Röhl setzen sich für den Freifunk in Sassenberg ein. Foto: Irmler

Sassenberg - 

Seit Herbst des vergangenen Jahres engagiert sich der Verein Freifunk für öffentlich verfügbare Internetzugänge. Auch in Sassenberg wird nach und nach ein solches Angebot aufgebaut.

Von Christopher Irmler

Federführend ist hierbei die Kolpingsfamilie. „Wir haben heute bereits in acht Gebäuden Freifunk einrichten können“, berichtet deren Vorsitzender Philipp Röhl .

Die Idee dahinter: An stark besuchten öffentlichen Plätzen soll ein kostenloses Surfen möglich sein. „Hier haben wir bisher die Flüchtlingsunterkünfte, das Jugendzentrum am Lappenbrink sowie den Hof und das Gebäude des Lebens-Mittel-Punktes ausstatten können.“

Das Angebot sei sicher, betont Röhl, der sich gemeinsam mit seinem Bruder Anton für ein „Netz für alle“ starkmacht. „Der Router von Freifunk ist so geschaltet, dass nichts mit dem eigentlichen Anschluss des Eigentümers passieren kann. Niemand kann an dessen Daten.“ Genutzt werden könnte rein theoretisch jeder private Internetanschluss. „Von diesen privaten Anschlüssen nimmt Freifunk aber nur so viel an Datenvolumen, wie es der Eigentümer zuvor zugesagt hat. Die Arbeit am heimischen Laptop oder PC ist dadurch nicht eingeschränkt. Der eigene Anschluss geht natürlich immer vor.“

Um das zur Verfügung stehende Datenvolumen müssen sich – zumindest die Sassenberger – somit keine Gedanken machen. In Füchtorf warte man die Entwicklung noch ab, betont Röhl. „Da werden wir auch hinkommen, aber erst dann, wenn es schnellere Leitungen gibt.“ Es bringe nichts, ohne entsprechende DSL-Anbindung derartige Angebote zu machen.

Die Kosten für die Einrichtung wurden bisher von Sponsoren getragen. „Freifunk ist nicht nur für Flüchtlingsunterkünfte gedacht. Da kann jeder mitmachen.“ Die Röhl-Brüder denken konkret an die Anrainer von Parks oder stark besuchten Geschäften. Erste Erfahrungen zeigen laut Philipp Röhl, dass das Angebot gerne genutzt wird. „Hier, rund um den Lebens-Mittel-Punkt, ist die Resonanz immer sehr groß.“ In Zukunft wolle man verstärkt das Gespräch mit Geschäfts- und Privatpersonen suchen.

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