DLRG-Ortsgruppe Sassenberg gibt wichtige Tipps
Eisschicht ist noch zu dünn

Sassenberg -

Mit eisigen Temperaturen sorgt das kalte Wetter aktuell für zugefrorene Autoschreiben und dicke Jacken. Auch die lokalen Seen beginnen langsam eine Eisschicht zu bilden.

Mittwoch, 14.02.2018, 13:02 Uhr

Wenn das Eis knackt, sollte man sich auf den Bauch legen, um das Gewicht zu verteilen. Die Einsatzkräfte der DLRG haben Erfahrung mit Rettungseinsätzen und geben wichtige Tipps.
Wenn das Eis knackt, sollte man sich auf den Bauch legen, um das Gewicht zu verteilen. Die Einsatzkräfte der DLRG haben Erfahrung mit Rettungseinsätzen und geben wichtige Tipps. Foto: DLRG

Doch aktuell sind die entstandenen Eisdecken zum Beispiel auf dem Feldmarksee, noch viel zu dünn um tragfähig zu sein. Beim Betreten der Eisflächen besteht die akute Gefahr, einzubrechen und somit Lebensgefahr.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät allen Wintersportlern deshalb, mit dem Schlittschuhlaufen noch zu warten. Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Bei stehenden Gewässern sollte es als Richtwert mindestens 15 Zentimeter, bei fließenden Gewässern, wie Bächen und Flüssen, sogar 20 Zentimeter dick sein. Auf keinen Fall gleich an den ersten frostigen Tagen das Eis betreten, lautet die Devise der Lebensretter. Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, aufklären.

Die Rettungsschwimmer der DLRG kennen die Tücken der eisigen Idylle. Grundsätzlich sollten sich ambitionierte Wintersportler nur an bewachten Gewässern und nie alleine auf das Eis wagen. Ist das Eis zu dünn sendet es Signale aus, die jeder erkennen sollte. Dunkle Stellen verraten, dass das Eis noch nicht trägt. Hier droht Gefahr einzubrechen, also betreten verboten. Wenn das Eis knistert und knackt, am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage zurück in Richtung Ufer bewegen. Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten.

Tückisch können auch Seen sein, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind. An den Ein- oder Ausflüssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein, als auf dem Rest des Sees. Wer sich aufs Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen. Ein umgedrehter Schlitten, ein langer Ast, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch geeignete Hilfsmittel.

Im Notfall ist schnelle Hilfe geboten. Der Verunglückte kann binnen Minuten unterkühlen, dann besteht Lebensgefahr. Helfer sollten bei der Rettung einen Sicherheitsabstand zur Einbruchstelle einhalten und sich gegenseitig auf dem Bauch liegend durch eine Rettungskette sichern. Außerdem sollte grundsätzlich der Rettungsdienst über die 112 alarmiert werden.

Im Bedarfsfall werden über den Notruf auch Einsatztaucher der DLRG zur Einsatzstelle geschickt, die über Meldeempfänger jederzeit einsatzbereit sind. Nach der Rettung aus dem Eis sollte der Patient in einem beheizten Raum langsam aufgewärmt werden.

Im vergangenen Jahr war das Eis dick genug für eine Übung der DLRG-Einsatzkräfte. Mit Leinen gut gesichert trainierten sie nicht nur das Tauchen unter der Eisfläche, sondern testeten auch verschiedene Rettungsmittel, um gut vorbereitet zu sein, falls sie zu einem im Eis Eingebrochenen alarmiert werden.

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