NRW-Stiftung besucht Haus Harkotten
Stück für Stück dem Ziel entgegen

Füchtorf -

Die NRW-Stiftung unterstützt die Sanierungsmaßnahmen auf Haus Harkotten. Am Montag überzeugten sich der Vorsitzende Eckhard Uhlenberg und Geschäftsführerin Martina Grote vom Fortschritt der Arbeiten und waren begeistert.

Mittwoch, 07.03.2018, 11:03 Uhr

Hoher Besuch: Der NRW-Stiftungsvorsitzende Eckhard Uhlenberg (5.v.l.) und die Geschäftsführerin Martina Grote (6.v.l.) überzeugten sich gemeinsam mit vielen weiteren Gästen vom Fortschritt der Arbeiten auf Haus Harkotten.
Hoher Besuch: Der NRW-Stiftungsvorsitzende Eckhard Uhlenberg (5.v.l.) und die Geschäftsführerin Martina Grote (6.v.l.) überzeugten sich gemeinsam mit vielen weiteren Gästen vom Fortschritt der Arbeiten auf Haus Harkotten. Foto: Ulrich Lieber

„Ich danke dem Förderverein für die geleistete Arbeit. Mein besonderer Dank geht an die Familie, denn das ist nicht selbstverständlich was hier passiert, das kennen wir auch ganz anders. Sie kommen einer großen gesellschaftlichen Verantwortung nach“, lobte Uhlenberg.

Gemeinsam mit vielen weiteren Gästen, zu denen unter anderem der Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker zählte, wurden alle Räume vorgestellt. „Wir haben gezeigt, was mit den Fördermitteln geschehen ist“, erklärte Dr. Peter Paziorek, Vorsitzender des Fördervereins. Er lobte die NRW-Stiftung als Kooperationspartner, der immer gut berät. „Das klappt sehr unbürokratisch.“ Paziorek hob zudem die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Familie von Korff hervor.

Eckhard Uhlenberg machte deutlich, dass das ehrenamtliche Engagement Voraussetzung für die Gewährung der Fördermittel ist. „Die Aktivitäten des Fördervereins sind dafür ausschlaggebend. Dazu kommt, dass die Familie mit Kompetenz und Herzblut bei der Sache ist. Das finde ich ganz hervorragend“, sagte Uhlenberg. 270 000 Euro hat die NRW-Stiftung bislang für die verschiedenen Räume genehmigt. „Dieses Projekt wird mit großer Leidenschaft von der NRW-Stiftung betreut“, versicherte Uhlenberg.

Architekt Bernhard Bramlage berichtete über den Stand der Arbeiten. „Es ist eine Vielzahl an Aufgaben zu erledigen. Nicht nur das, was Sie sehen, sondern auch einiges, was Sie nicht sehen.“ Denn die eigentlichen Restaurationsarbeiten stünden erst am Ende der Tätigkeiten. Zuvor sei eine Menge an Grundlagenforschung notwendig gewesen, denn Architektur, Malerei und Möbel seien eine Einheit. „Es waren auch viele statische Dinge zu beachten und technische Fragen zu klären, um ein gesundes Mittelmaß zu finden.“ Die Familie müsse sich schon ein wenig einschränken. Es sei noch viel zu tun, als nächstes würden die Fenster restauriert. „Wir nähern uns Stück für Stück dem Ziel. Zum Ende des Jahres wird in einigen Räumen schon ein fast fertiges Ergebnis zu sehen sein.“

„So ein Denkmal muss leben, es ist auch ein Bestandteil für die Bevölkerung“, sagte Ferdinand Freiherr von Korff. Die Menschen bräuchten auch Erholung, und hier würden Landschaft, Kultur und Menschen geboten. „Ich gewinne auch selbst immer mehr Freude daran.“ Seine Frau Myriam wies darauf hin, dass derzeit ein Museumskonzept erarbeitet werde, so dass eventuell später auch Ausstellungen angeboten werden könnten.

Reinhold Sendker dankte ebenfalls der NRW-Stiftung für die „großartige Förderpartnerschaft“. So könne man die Dinge gut nach vorne bringen. Bürgermeister Josef Uphoff zollte der Familie von Korff seinen Respekt. „Mich fasziniert die Geduld, die alle Beteiligten mitbringen. Sie lassen sich nie aus der Ruhe bringen und arbeiten sehr zielgenau. Harkotten ist ein Juwel für uns, und es ist imponierend, was hier alles zugunsten der Öffentlichkeit passiert.“

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