Projektwoche in der Johannesschule Sassenberg
Handwerk wie im echten Leben

Sassenberg -

In dieser Woche vertauschen die Johannesschüler den Bleistift mit einem Handwerksgerät, denn die Projektwoche dreht sich rund um die handwerklichen Berufe.

Donnerstag, 12.04.2018, 13:04 Uhr

Verschönern im Rahmen der Projektwoche das Treppenhaus der Johannesschule und haben dabei sichtlich Spaß: Saskia, Delila, Marie und Joy aus der Malerklasse.
Verschönern im Rahmen der Projektwoche das Treppenhaus der Johannesschule und haben dabei sichtlich Spaß: Saskia, Delila, Marie und Joy aus der Malerklasse. Foto: Ulrike von Brevern

„Kuck mal, ich habe eine Schäfchenwolke!“, jubelt Joy und tupft eifrig weiter mit dem Farbschwamm auf die Treppenhauswand. Marie, die stolz auf der Malerleiter thront, versucht, es ihr nach zumachen, denn der Himmel soll sich deutlich vom Wasser unterscheiden, an dem Saskia und Delia zu ihren Füßen pinseln. Malermeisterin Ruth Aktas ist mit ihren Schützlingen sehr zufrieden. „Das wird doch“, sagt sie anerkennend.

Alle vier Jahre vertauscht die Johannesschule eine Woche lang den üblichen Unterricht mit klassen- und jahrgangsübergreifender Projektarbeit. In diesem Jahr steht das Thema Handwerk auf dem Stundenplan. Schulleiterin Maria Erdmann ist hocherfreut, dass sich viele Eltern oder Großeltern mit der Idee spontan anfreunden konnten und als Männer und Frauen der Praxis die Arbeit der Lehrer unterstützen.

So wie Ruth Aktas, die gemeinsam mit Lehramtsanwärterin Laura Wesselmann die Malerklasse übernommen hat. Als praktisches Projekt stehen unter anderem Verschönerungen am Treppenhaus auf dem Programm. „Ein bisschen Hintergrundwissen sollen sie aber auch schon bekommen“, schmunzelt Aktas und so erfahren die Kinder unter anderem wofür der Maler das Farbsystem RAL braucht oder was verschiedene Gefahrensymbole auf Farbeimern bedeuten.

Unter zwölf verschiedene Projekte konnten die Kinder frei wählen, vom Fliesenleger bis zum Textilgestalter. Dabei verteilte sich das Interesse recht gleichmäßig, freut sich Schulleiterin Maria Erdmann. Natürlich konnte nicht jede Gruppe in den Genuss eines entsprechenden Meisters kommen. Sie knüpfen den Kontakt zur Berufswelt dann aber zum Beispiel durch den Besuch einer Bäckerei.

Fachkundige Unterstützung in Person der Schneiderin Helga Twehues erhält dagegen auch die Schneiderklasse. Für die Kinder steht nach Nadelkissen und Stoffbeutel sogar die Produktion eines eigenen Pullovers auf dem Projektwochenplan. Vom konzentrierten Eifer ihrer Schützlinge an den Nähmaschinen ist Helga Twehues ganz begeistert: „Nur das Einfädeln ist richtig schwierig“, schmunzelt die Schneiderin.

Tiefenentspannt geht es in der „Mechatroniker-Klasse“ von Dennis Brügger zu, der mit Unterstützung von Vater Matthias Maas der überwiegend männlichen Schülerschar die Grundlagen der Fahrzeugtechnik näher bringt. Während im Hintergrund Musik dudelt wie in einer echten Werkstatt, sammeln die Jungs Erfahrung mit der Fortbewegung von Eierkartonautos ehe es im Verlauf der Woche zum echten Elektrofahrzeug weitergeht.

Am Freitagnachmittag werden die Ergebnisse der aufregenden Projektarbeit den Eltern präsentiert. Aus Sicht der Schüler hat die Woche eigentlich nur einen Nachteil: „Wir müssen mittags viel mehr aufräumen als sonst“, stöhnt ein Steppke. Aber auch die unangenehmen Dinge gehören zum Einblick in die Berufswelt des Handwerkers dazu.

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