Sassenberg
Mo., 30.08.2010
Deutsche Frauen räumen ab
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Sassenberg - „On your marks, get set, go“, dröhnt es durch die Lautsprecher, und schon stürzen sich Schwimmer aus den verschiedensten Nationen ins kühle Nass. Mannschaften aus Italien, Schweden, Kanada, den USA, den Niederlanden, der Schweiz und der Türkei waren am Samstag am Feldmarksee zu Gast. Dort fanden die Finalspiele der Militärmeisterschaften im Rettungsschwimmen (CISM) statt.
In insgesamt acht Disziplinen mussten die Schwimmer ihr Können unter Beweis stellen. Unter anderem mussten sie abwechselnd eine 100-Meter-Strecke laufen, eine 300-Meter-Strecke schwimmen und dann wieder eine 100-Meter-Strecke laufen. Zudem hatten sie die Aufgabe, eine Strecke mit einem Schwimmbrett zurückzulegen. Und auch die Disziplin „Beach Flags“, das etwas professionellere „Reise nach Jerusalem“-Spiel, sorgte für Spannung: Hier mussten die Teilnehmer schwimmen und sich anschließend auf Stäbe stürzen, die am Strand aufgebaut waren. Immer fehlte ein Stab, so dass in jeder Runde ein Teilnehmer ausscheiden musste. Am Ende des Wettkampftages sah es für das deutsche Team gut aus: In allen Frauen-Disziplinen siegte die deutsche Mannschaft. Ihre männlichen Kollegen hatten nur in einer Disziplin Glück. Die restlichen Disziplinen gewannen die Teilnehmer aus Italien, Schweden und der Schweiz.
Ein Publikumsmagnet war die Veranstaltung nicht: Die Zahl der Zaungäste war überschaubar und die Zuschauer am Strand waren überwiegend Angehörige der Schwimmer. Trotzdem musste für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung gesorgt werden, und dafür war der DLRG-Ortsverband Sassenberg zuständig. Martin Hafermann und sein Team kümmerten sich bereits am Freitag um das Festlegen der Wasserstrecke. Dafür mussten Bojen und Absperrungen ins Wasser gesetzt werden. Für die Aufgabe brauchte der Ortsverband länger als geplant: „Eigentlich sollten uns die Kollegen des Ortsverbandes Warendorf zur Seite stehen.“ Wegen der Hochwässer in der Region wurden diese allerdings zu einem Katastropheneinsatz gerufen. Vor dem Start der Wettkämpfe musste auch der Strand gesäubert und Zelte sowie Technik aufgebaut werden. Dies übernahm die Bundeswehr.
Der Badebetrieb war für die Zeit der Wettkämpfe nur eingeschränkt möglich - Badegäste blieben aber wegen des schlechten Wetters ohnehin aus. Auch während der Wettkämpfe war die DLRG stets einsatzbereit. Mit einem Boot wachten sie auf dem Feldmarksee, falls einer der Schwimmer im Wasser Probleme bekommen sollte. „Das kommt bei Profi-Sportlern aber eher selten vor“, erläuterte Hafermann, und auch am Samstag blieben Zwischenfälle aus.
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