Sassenberg
Sa., 06.03.2010
Feiern ohne Grund
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Sassenberg - „Wir wollen mal was wagen, was sich in Westfalen noch keiner getraut hat“, eröffneten Heinz Weißenberg und Augustin Upmann den 200 Gästen am Donnerstagabend in der „Königsschänke“. „Wir wollen mit euch feiern. Ganz ohne Grund.“
Ein Experiment auf das sich das Publikum lauthals lachend sogleich einließ. „Ochottochott“ nennt sich das Programm, in dem die „Bullemänner“ gnadenlos den typischen Westfalen auf die Schippe nahmen. Mit der exzellenten musikalischen „Tastenfachkraft“ Svetlana Ssvoroba ließen die hervorragenden „Bullemänner“ nichts aus. Ob 112-Jähriges Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Suchtrop „wegen 1-1-2“, Erlebnissen beim Christopher Street Day oder mit den finnischen Kollegen „Tatütatanen“ in der Sauna, der mitunter bissige Rundumschlag riss das Publikum mit.
Mit wenigen Requisiten verwandelten sich die „Bullemänner“ gekonnt in westfälische Charaktere, überzeichneten mit ausdrucksstarker Mimik, plattdeutschen Texten und slapstickartigen Szenen wie Feuerwehrmann „Norbert“(Weißenberg) beim Seminar „Opferbetreuung-Mitgefühl für Feuerwehrmänner“, den verliebten Erdbeerbauern „Ich bin de Benedikt ut Milte“ oder als stellvertretende Bürgermeister: „Ich würde mich gern den Worten meines Vorredners anschließen, aber wenn der nix sagt“. Landwirte, Kirche, und Familien bekommen gekonnt ihr Fett weg.
Grandios die schauspielerische und gesangliche Darbietung des „Hubert“ (Upmann), der mit seinem inbrünstig gesungenen „Hääähnchen, was die Welt zusammen hält, sind Hähnchen“ zur Melodie „Wind of change“, jubelnde Begeisterung auslöste.
Experiment gelungen.
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