Sassenberg

Di., 24.08.2010

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König Ludwig und die Nationalelf

Elisabeth Wessel und Mechthild Rüter planen die Touren für die Frauengemeinschaft.Foto: (Matthias Schwarzer)
Von Matthias Schwarzer

Sassenberg/Füchtorf - Sommerzeit ist Reisezeit - das gilt auch für die Sassenberger Vereine. Die Frauengemeinschaft Füchtorf und die Ski- und Wanderabteilung des VfL erkundeten die nähere Umgebung, die Senioren-Union zog es in die Ferne. Und um es gleich an dieser Stelle vorwegzunehmen: Schöne Stunden und Tagen erlebten alle.

„Wir machen jedes Jahr eine andere Tour“, verrät August Budde, Vorsitzender der Senioren-Union. „Diesen Sommer haben wir neben einer Reise nach Reinsberg noch eine Zusatztour nach Oberammergau gemacht.“ Das habe sich besonders wegen der Passionsspiele angeboten. Nach der Anreise besuchte die Senioren-Union aber erst einmal das Kloster Neresheim in der Schwäbischen Alb. Am nächsten Tag wurde die Umgebung erkundet. „Wir haben die Städte Wieskirch und Füssen besucht und an einer Führung durch Neuschwanstein teilgenommen“, so Budde. Dort besichtigten sie auch das Schloss von König Ludwig, sahen den Thronsaal und die Schlafgemächer. Immer mit dabei: Reiseführerin Elisabeth Cascio. Im Rahmen einer ganztägigen Führung besichtigten die Mitglieder Oberstdorf, die Breitachklamm und das Kleinwesertal.

Höhepunkt der Reise war dann der Besuch der Passionsspiele in Oberammergau. „Die Spiele werden alle zehn Jahre aufgeführt und sind weltweit bekannt“, weiß August Budde. Bei dem mehrstündigen Theaterstück stellen die Bewohner Oberammergaus die letzten fünf Tage im Leben Jesu nach. „Das war faszinierend. Als die Sterbestunde nachgestellt wurde, war es mucksmäuschenstill - trotz tausender Zuschauer“, erinnert sich Budde. „Die Szenen wurden am späten Abend aufgeführt, es war bereits dunkel - eine ganz besondere Atmosphäre.“

Von der gesamten Reise ist Budde begeistert. Es seien aber sehr viele Touristen dort gewesen, besonders an der Breitachklamm und am Schloss Neuschwanstein. „Glücklicherweise haben wir die Karten vorab gebucht - andere Besucher mussten stundenlang an der Kasse anstehen.“ Die Passionsspiele in Oberammergau gehen noch bis zum 3. Oktober. Karten können im Internet bestellt werden.

Die Ski- und Wanderabteilung des VfL führte es in diesem Jahr nach Hövelhof und zum Schloss Holte-Stukenbrock in der Nähe von Paderborn. „Wir wollten uns einfach mal anschauen, wo eigentlich die Ems herkommt. Also haben wir die Quelle besichtigt“, erzählt Organisator Peter Wolff. Auf einer 80 Kilometer langen Radtour sahen sie zunächst den Gütersloher Stadtteil Isselhorst, wo sie ein Picknick veranstalteten. Anschließend radelten die Mitglieder weiter nach Eckardtsheim und zum Schloss Holte-Stuckenbrock. In Hövelhof übernachtete die Ski- und Wanderabteilung und besichtigte tags darauf die Emsquelle. Weitere Stationen der Radtour: Verl, die Pfarr- und Klosterkirche St. Marien in Rietberg-Varensell, Gütersloh und Marienfeld. „Dort haben wir übrigens der Frauennationalmannschaft im Fußball beim Training zuschauen können“, berichtet Wolff. Trotz starker Windböen auf dem Rückweg ist der Organisator mit dem Verlauf der Tour vollkommen zufrieden.

Auch die Mitglieder der Frauengemeinschaft aus Füchtorf schwangen sich aufs Fahrrad. Ziel ihrer Zweitagestour: die Burgbühne in Stromberg, wo das Stück „Schatten der Vergangenheit“, ein Kriminalfall von Manfred Hinrichs, aufgeführt wurde.

Organisiert werden die Touren seit sechs Jahren von Mechthild Rüter und Elisabeth Wessel. Vom Füchtorfer Immanuelhaus ging es nach Beelen und Lette, wo sich die Frauen das Schloss Möhler anschauten. Anschließend führte die Tour weiter zum Haus Nottbeck und nach Oelde. Am Abend wurde die Burgbühne in Stromberg besichtigt. Nach der Übernachtung in Oelde fand eine Führung durch den Vierjahreszeitenpark statt - diese musste allerdings wegen des Regens verkürzt werden.

Der Rückweg führte zur Gaststätte Geisterholz, wo die Frauen einen Glückstreffer landeten: „Bei einer Verlosung haben wir drei Kisten Bier gewonnen“, erzählt Elisabeth Wessel lachend. „Der Gewinn hat das schlechte Wetter entschädigt.“ Über Ostenfelde, Westkirchen und Warendorf ging es dann wieder zurück nach Füchtorf. „Die Tour ist absolut reibungslos verlaufen. Kein platter Reifen oder sonstigen Pannen haben uns aufgehalten.“


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