Sassenberg
Do., 26.08.2010
Nummer 12 besteht Härtetest
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Sassenberg - Die beste Nachricht gleich vorweg: Sie ist dicht! 100prozentig! Der Landrat persönlich machte gestern Morgen - natürlich bei strömendem Regen - den Härtetest. Und Dr. Olaf Gericke stand selbstredend nicht mutterseelenallein in der nigelnagelneue Schützhütte in der schönen Bauerschaft Rippelbaum. Die Hütte an der 100-Schlosser-Route fasst spielend Anlieger und Nachbarn, einen Bürgermeister samt Stellvertreter, die Frau und den Mann von der Kreishandwerkerschaft, einen waschechten Zimmerer und zwei (auch waschechte) Mitarbeiter vom Kreis-Planungsamt auf einmal. Sie alle saßen - circa 25 an der Zahl - gegen 10 Uhr gemütlich auf wirklich schönen Holzbänken an einem wunderschönen großen Holztisch, hörten erst den (kurzen) Reden zu, aßen dann Brezeln und tranken Kaffee. Einige (wenige) Kurze, die gabs bei so einer Feier und so einem Regen selbstverständlich auch.
Seit gestern, circa 10.30 Uhr, ist sie offiziell eröffnet: die 12. von insgesamt 14 Schützhütten entlang der 100-Schlosser-Route auf Kreisgebiet. „Der Bau der Schützhütten ist ein beispielhaftes Gemeinschaftsprojekt“, betonte Olaf Gericke. Insgesamt lässt der Kreis für die 14 Schützhütten 90 000 Euro springen. Doch die Realisierung wäre nicht möglich, säßen nicht engagierte Bürger, Städte und Gemeinden, die Kreishandwerkerschaft oder auch das Arbeitsamt mit im Boot.
Im Fall der Schützhütte in der Bauerschaft Rippelbaum (in der Nähe des Hauses 27) ist es die Familie Kuhlmann, die kostenlos Grund und Boden zur Verfügung gestellt hat. Anja Kuhlmann feierte gestern mit.
Ulla Finger-Rumens und Norbert Kintrup repräsentierten die Kreishandwerkerschaft und erläuterten, dass Teilnehmer des „Werkstatt-Jahres“ und des Berufsvorbereitungslehrganges an der Hütte beziehungsweise beim Bau des Inventars mitgearbeitet haben.
Der wohl wichtiges Mann aber war: Geselle Torsten Pohlmann von der Zimmerei Elkmann. Er sprach die Traditionsworte und reichte dem Landrat und Bürgermeister Josef Uphoff den letzten Nagel, der eingeschlagen werden musste - samt Hammer, versteht sich.
Die Nachbarn, das versicherte der Landrat auf die entsprechende, schmunzelnd vorgetragene Frage, dürften selbstverständlich die Schutzhütte nutzen. Schließlich müssen sie ja auch auf dieselbe aufpassen. Doch gebaut wurde das gute Stück mit Rastplatz vor der Tür, um den Radtourismus im Münsterland noch weiter anzukurbeln. Gericke: „Der Radtourismus ist nach wie vor das Markenzeichen des Tourismus im Münsterland. Die neuen Rekordwerte bei den Gästeankünften, 127 475, und Übernachtungen, 269 079, im Jahr 2009 im Kreis Warendorf verdanken wir im Wesentlichen den Radtouristen.“
Großen Anteil an diesem Erfolg habe wiederum die 100-Schlösser-Route, die es mittlerweile seit über 15 Jahren gibt. Die Route wurde 2007 neu konzipiert und zum Saisonbeginn 2008 vorgestellt. Gericke hob in diesem Zusammenhang den „Ostkurs“ mit 21 Burgen, Schlössern und Herrenhäusern hervor, der 240 Kilometer umfasst und überwiegend durch den Kreis Warendorf verläuft - „damit ist er so etwas wie unsere Schlösser-Route“, stellte der Landrat fest. Der Kreis habe 2008 ein im Münsterland wohl einmaliges Projekt ins Leben gerufen, in dem er den Bau der 14 Hütten ermöglicht habe.
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