Kabarett mit den „Bullemännern“
So., 05.02.2012
Tiefe Einblicke in die westfälische Seele
Zum Kreischen: Die „Bullemänner“ unterhielten ihr Publikum in der Aula der Realschule bestens.
Sendenhorst -
Zum 20. „Geburtstag“ des Nachtbusses N1 sind die „Bullemänner“ in der Aula der Sendenhorster Realschule aufgetreten. Sie gaben einen tiefen Einblick in die westfälische Seele.
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Einen musikalisch-heiteren Abend mit tiefen Einblicken in die westfälische Seele erlebten rund 300 Gäste mit den „Bullemännern“ in der Aula der Realschule. Die beiden Kabarettisten zeigten auf Einladung der RVM zum 20. „Geburtstag“ der Nachtbuslinie N1 ihr Programm „Ochottochott“.
Bereits in den ersten Minuten ihres Auftritts hatten die beiden westfälischen Charmebolzen ihr Publikum gekonnt um den Finger gewickelt. Und sie warnten sofort: „Wir haben Gags mitgebracht für zum Mit-nach-Hause-nehmen. Quasi ‚Gags to go‘.“
Derb, makaber und manchmal einfach nur zum Kreischen: Die Zuschauer amüsierten sich köstlich über den Humor der beiden Künstler, die die ukrainische „Tastenfachkraft Svetlana“ als Unterstützung am Klavier mitgebracht hatten. Gemeinsam brachten sie den Blues nach Westfalen, denn „Geselligkeit ist nicht so unser Ding“.
Ob die Feuchtgebiete der Kuh, Opferbetreuung bei der Feuerwehr, das Vereinsleben oder der Stuhlkreis im landwirtschaftliche Kindergarten – ihre Themenvielfalt war beeindruckend. Auch die wahre Geschichte eines Tagebuch führenden Erdbeerbauern, der sich in seine polnische Leiharbeiterin verliebt, begeisterte die Gäste.
„Was machen wir im Alter?“, fragten sich die „Bullemänner“. Eine junge „Lebensendgefährtin“ suchen, noch ein Baby machen oder einfach als Pflegefall die Umgebung nerven. „Du willst nicht gehen“, hieß ihr Lied auf den medizinischen Fortschritt.
Es war ein gelungener und unterhaltsamer Abend. Den Gästen gefiel offensichtlich der spezielle Humor und der spröde Charme der beiden westfälischen Kabarettisten, die kein Blatt vor den Mund nahmen.
