Premiere für „Sendenhorster Ensemble“
Do., 02.02.2012
Jugendliche setzen Klassiker von Büchner in Szene
Lukas König und Kathrin Mallmann spielen in dem Stück Leonce und Lena. Am Sonntag findet die Premiere statt.
Sendenhorst -
Mit dem Stück „Leonce und Lena“ feiert die Jugend-Theatergruppe des „Sendenhorster Ensembles“ am Sonntag, 5. Februar, Premiere. Das Werk ist ein Lustspiel, das Georg Büchner im Jahre 1836 geschrieben hat.
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Ganz so berühmt wie „Romeo und Julia“ sind „Leonce und Lena“ zwar nicht, doch gehört das gleichnamige Stück von Georg Büchner zu den beliebtesten Klassikern der deutschen Dramatik, heißt es in der Ankündigung des „Sendenhorster Ensembles“. Am Sonntag, 5. Februar, feiert das Stück um 20 Uhr in der Aula der Realschule St. Martin Premiere.
Die Aufführung der Jugend-Theatergruppe des „Sendenhorster Ensembles“ ist Teil eines Jugend-Theaterprojektes des „Netzwerkes Amateurtheater“ im Kreis Warendorf. Beim Festival im Warendorfer „Theater am Wall“ werden alle Inszenierungen aus Ahlen, Beckum, Oelde, Warendorf und Sendenhorst gezeigt.
Im vergangenen Jahr waren die Sendenhorster Jugendlichen noch mit Per Nilssons „Ask & Embla“ vertreten, mit einer Uraufführung, zu der sogar der Autor aus Schweden ins Münsterland angereist war. Diesmal spielen die Jugendlichen einen Klassiker. „Gleichzeitig ist dies der erste klassische Text, den sich das ,Sendenhorster Ensemble’ im mittlerweile sechsten Jahr seines Bestehens vornimmt“, so Werner Paschke vom Ensemble.
Das Stück sei ist ein merkwürdiges Lustspiel, das Georg Büchner im Jahre 1836 geschrieben habe. Die Geschichte von einem Prinzen und einer Prinzessin, die vor ihrer Heirat fliehen und damit doch nur ihrem Schicksal entgegengehen. „Zum einen ist dies der Blick eines ins Exil getriebenen Autors auf die deutschen Zustände. Zum anderen ist es die Sicht eines 22-Jährigen, der auf die Welt der Erwachsenen blickt“, erklärt Paschke.
Nun habe der Leonce von heute keine blonden Locken mehr. Und er müsse auch nicht aus Deutschland fliehen. Doch das Buch des Lebens solle nach wie vor geschrieben werden – Und erbringe keinen Buchstaben heraus. Am Ende stehe der Prinz mit seiner Prinzessin alleine auf der leeren Bühne und fragt: „Nun Lena, was sollen wir anfangen?“
Nach der Premiere am Sonntag ist das Stück eine Woche später, am 12. Februar, ebenfalls um 20 Uhr ein zweites Mal in der Realschulaula zu sehen. Beim Festival im Warendorfer „Theater am Wall“ wird „Leonce und Lena“ am Samstag, 11. Februar, um 16 Uhr gezeigt. Karten für die beiden Vorstellungen in Sendenhorst gibt es an der Abendkasse.
| www.sendenhorster-ensemble.jimdo.com
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