Do., 20.04.2017

Martin Luther prägt die Kinderbibelwoche Gnade ist ein Geschenk Gottes

Aus Ablass wird Gnade: Pfarrer Manfred Böning und Diakon Michael Reckmann leiten mit einigen Jugendlichen die Kinderbibelwoche in der Friedenskirche. 33 Kinder lernen Martin Luther und seine Erkenntnisse kennen.

Aus Ablass wird Gnade: Pfarrer Manfred Böning und Diakon Michael Reckmann leiten mit einigen Jugendlichen die Kinderbibelwoche in der Friedenskirche. 33 Kinder lernen Martin Luther und seine Erkenntnisse kennen. Foto: Anke Weiland

Sendenhorst - 

„Mit Martin auf Entdeckertour – 500 Jahre Reformation“: Im Jubiläumsjahr der evangelischen Kirche geht es auch bei den Teilnehmern der Kinderbibelwoche um den Reformer Martin Luther.

Von Anke Weiland

Martin hat entdeckt, dass Gott uns so annimmt, wie wir sind“, hieß in der Andacht bei der diesjährigen Kinderbibelwoche der evangelischen Kirchengemeinde. „Mit Martin auf Entdeckertour – 500 Jahre Reformation“: Im Jubiläumsjahr der evangelischen Kirche geht es auch bei den Teilnehmern der Kinderbibelwoche um den Reformer Martin Luther, der mit seiner neuen Sichtweise vor 500 Jahren eine Bewegung in Gang setzte, aus der schlussendlich der evangelische Glaube entstanden ist.

33 Kinder im Grundschulalter begeben sich in dieser zweiten Woche der Osterferien immer von 10 bis 16 Uhr auf Martin Luthers Spuren. Pfarrer Manfred Böning hat neben Diakon Michael Reckmann von der kreiskirchlichen Jugendarbeit noch zwölf jugendliche Helfer an seiner Seite. In der morgendlichen Andacht wird jeweils ein Lebensabschnitt Luthers behandelt: von einer Einführung in das Leben im Mittelalter, über seine Zeit im Kloster, seine Erkenntnisse, die Zeit auf der Wartburg und seine Hochzeit mit Katharina von Bora.

„Der Selbstgerechte oder der Zweifler, wer steht Gott näher?“, fragt Böning die Mädchen und Jungen und geht gemeinsam mit ihnen auf die Suche nach der Antwort. Denn nicht der Ablass, der Geld und Angst bedeutete, mache Gott aus, sondern die Gnade. „Die Gnade ist ein Geschenk Gottes.“ Das sei es, was Martin Luther erkannt hatte und in Form seiner Thesen an die Kirchentür geschlagen hatte.

Aber da heutzutage nichts mehr „angeschlagen“ wird, übersprühen die Kinder kurzerhand das gemalte „Ablass“-Schild mit dem Wort „Gnade“ und machten noch einige Graffiti mehr zu dem Thema, wie sie sich Kirche heute vorstellen. Neben Graffiti stellen sie in diesen Tagen auch Mönchskutten und mittelalterliche Gewänder her, schöpfen Papier und gehen gemeinsam in Sendenhorst auf Schatzsuche. Denn auch Martin Luther hatte entdeckt, dass die Bibel ein Schatz sei, so Böning.

Damit die Teilnehmer währenddessen auch genug Energie bekommen, werden bereits morgens, während in der Kirche die Andacht stattfindet, im Gemeindehaus fleißig und gut gelaunt Kartoffeln geschält. Neben Pizza, die „restlos aufgegessen“ wurde, stehen Frikadellen, Spaghetti Bolognese und Hot Dogs auf dem Speiseplan der Küchenfeen. Unter der Leitung von Karin Hildebrandt und Heidrun Butz-Novak wird geschnippelt und gebrutzelt, was das Zeug hält. Denn aus jahrelanger Erfahrung wissen die Frauen natürlich genau, was bei den Kids ankommt.

Mit einem Gottesdienst für Eltern, Großeltern und Geschwister in der Friedenskirche geht heute um 15 Uhr die Kinderbibelwoche der evangelischen Kirchengemeinde zu Ende.

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