Mo., 25.01.2016

Einrichtung einer Pflegewohngemeinschaft an der Gartenstraße? Wohnen statt Parken

Auf dem Parkplatzgelände an der Gartenstraße könnte eine Einrichtung für eine betreute Pflegewohngemeinschaft entstehen. Das Projekt wird am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt.

Auf dem Parkplatzgelände an der Gartenstraße könnte eine Einrichtung für eine betreute Pflegewohngemeinschaft entstehen. Das Projekt wird am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt. Foto: Annette Metz

Sendenhorst - 

In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am morgigen Dienstag wird ein Projekt vorgestellt, das auf einem Teil des Parkplatzgeländes an der Gartenstraße die Errichtung einer Pflegewohngemeinschaftsanlage vorsieht. Insgesamt könnte auf dem kompletten Areal Wohnbebauung ermöglicht werden.

Von Annette Metz

Der eine oder andere wird sich noch daran erinnern, dass die Parkfläche an der Gartenstraße zu Zeiten, als dort noch der Aldi-Markt angesiedelt war, durchaus aus allen Nähten platzte. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Derzeit wird das ehemalige Discounter-Gebäude durch ein Fitness-Studio genutzt. Der Parkplatz allerdings wird in diesen Ausmaßen dort schon lange nicht mehr benötigt. In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am morgigen Dienstag wird nun ein Projekt vorgestellt, das auf einem Teil des Geländes die Errichtung einer Pflegewohngemeinschaftsanlage vorsieht.

In einer Pflegewohngemeinschaft leben Menschen mit Unterstützungsbedarf, der mehr oder weniger umfangreich sein kann, wird in der Beratungsvorlage erläutert. Jeder Bewohner habe zwar einen eigenen Schlaf- Wohnraum, der mit eigenen Möbeln eingerichtet wird, sowie ein eigenes Bad mit WC. Es handele sich aber nicht um abgeschlossene Appartements. Jede Wohngruppe verfüge über Gemeinschaftsräume, Küche, Pflegebad und Toiletten, wird ausgeführt. Die Ausstattung soll es aber jedem Mitglied ermöglichen, seinen eigenen Haushalt führen zu können.

Die Anforderungen an die bauliche Konzeption bestehe darin, eine Balance zwischen Funktionalität im Betreuungsbereich und der gewünschten selbstständigen Lebensform zu finden, heißt es in der Vorlage. Mit einer Gruppengröße von maximal zehn Gruppenmitgliedern, werde der familiäre Charakter in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft noch bewahrt.

„Die zentrale Lage des Grundstücks mit kurzen Wegen zur Innenstadt und allen Infrastruktureinrichtungen, aber auch die unmittelbare Nähe zu einem eventuellen künftigen WLE- Haltepunkt böte gute Grundvoraussetzungen für das geplante Wohnangebot“, heißt es in der Vorlage weiter.

Für die weitere Zukunft, so wird weiter ausgeführt, sei geplant, auf Dauer die vorhandene Einzelhandelsfläche zurückzubauen und durch ein oder zwei weitere Wohngebäude mit Tiefgarage zu ersetzen. Angedacht sei ein hochwertiger Wohnungsbau in ähnlicher Optik wie das Gebäude der Wohngemeinschaft. Zwischen den Gebäuden soll ein großzügiger Garten angelegt werden, so dass ein offenes und freundliches Gebäude-Ensemble entstehe, das trotz seiner Innenstadtlage eine gewisse Großzügigkeit und ländliches Flair biete.

Um das Projekt realisieren zu können, müsste der Stadtentwicklungsausschuss einen Beschluss zur Änderung des Bebauungsplans Nr. 4 „Alte Stadt“ fassen, in dem seit 1988 an dieser Stelle eine „Stellplatzanlage“ mit 50 Plätzen festgeschrieben ist.

Die öffentliche Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses beginnt am Dienstag um 18.30 Uhr im Kommunalforum an der Weststraße.

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