Mo., 25.01.2016

Unterbringung von Flüchtlingen Kurzfristig auch Mobilheime nutzen

Sendenhorst - 

Die Palette von Unterbringungsmöglichkeiten wird breit, mit der sich die Stadt Sendenhorst befassen muss, um zugewiesene Flüchtlinge unterbringen zu können. Wie schon Ende des vergangenen Jahres beschlossen, werden dazu zwei Neubauprojekte – eines „Auf der Geist“ und eines an der Seilerstraße – umgesetzt. Zusätzlich wird im Ausschuss für Stadtentwicklung am Dienstag über die Einrichtung von mobilen Unterkünften beraten, die vorübergehend auf dem Parkplatz an der Adolfshöhe 20 und auf dem Parkplatz an der Jahnstraße aufgestellt werden sollen.

Von Annette Metz

Als zeitlich befristete Unterbringungsmöglichkeit für Asylbewerber fasst die Stadt ins Auge, so genannte Mobilheime einzukaufen. Auf rund 40 Quadratmetern könnten jeweils fünf bis sechs Bewohner untergebracht werden, führt die Stadt in der Beratungsvorlage für den Ausschuss aus. Die Mobilheime seien winterfest und teilmöbliert auf einem feuerverzinkten Fahrwerk montiert, führt die Stadt weiter aus. Um erneuten brandschutzrechtlichen Problemen vorzubeugen, will die Stadt einen statischen Nachweis durch einen Sachverständigen in Auftrag geben, sollte der Anschaffung der Mobilheime zugestimmt werden. Zusätzlich müsste in einem Baugenehmigungsverfahren noch geprüft werden, ob die Mobilheime für den Zweck auch genutzt werden dürfen.

Auch mit den geplanten Neubauten an der Seilerstraße und „Auf der Geist“ wird sich der Ausschuss am Dienstag ab 18.30 Uhr beschäftigen. Beide Projekte werden von den beauftragten Architekten vorgestellt.

„Auf der Geist“ soll an der Hanglage zum Westtorplatz ein Gebäude über vier Ebenen rund 590 Quadratmeter Wohnraum entstehen, das in zehn Wohneinheiten aufgeteilt für 25 bis 30 Personen Platz bieten könnte. In etwa zwölf bis 15 Monaten, so rechnet die Verwaltung, könnte dieses Gebäude fertiggestellt sein.

An der Seilerstraße, entlang der WLE-Trasse, könnte ein zweites Projekt auf einem rund 1200 Quadratmeter großen Grundstück entstehen. Für dieses Wohngebäude müsste allerdings erst der Bebauungsplan geändert werden, heißt es in der Beratungsvorlage der Verwaltung. Dort könnte, sollten alle Auflagen und rechtlichen Fragen geklärt sein, mehrere kleine Wohneinheiten entstehen, die die Verwaltung als „Flüchtlingssiedlung“ bezeichnet. Diese Siedlung könnte aus „Einraumhäusern“ bestehen. Die Anlage würde nach ersten Entwürfen aus fünf Modulen bestehen. Etwa 20 Personen könnten dort untergebracht werden, ist der Vorlage zu entnehmen.

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