So., 07.02.2016

Prinz Kai I. holt sich den Rathausschlüssel. Selbst Renate fällt ihm in den Rücken

Geschafft: Prinz Kai I. hat den Schlüssel erobert.

Geschafft: Prinz Kai I. hat den Schlüssel erobert. Foto: Josef Thesing

Sendenhorst/Albersloh - 

Prinz Kai I. hat am Sonntagmittag mit seinen Asphaltcowboys das Sendenhorster Rathaus gestürmt und von Bürgermeister Berthold Streffing den Schlüssel erobert. Zwar wehrte sich der Hausherr tapfer, in dem er unter anderem selbst ein Schmuselied für den Prinzen gedichtet hatte. Am Ende musste er aber wegen fehlendem Gesangstalent klein beigeben.

Von Josef Thesing

Eines darf an dieser Stelle ohne Häme festgehalten werden: Singen kann der Bürgermeister der „Stadt der Stimmen“ nicht besonders gut, auch wenn er sich gestern Mittag auf dem Rathausbalkon alle Mühe gab. Selbst Renate, seine Ehefrau, musste das erkennen, als es darum ging, zu bewerten, ob denn ihr Berthold und dessen eingekaufte Bodyguards oder doch Prinz Kai I. und die Asphaltcowboys die besseren Sänger sind. Renate bildete gemeinsam mit den Schraubermädels die Jury, und auch wenn sie die Dinge an der einen oder anderen Stelle etwas anders bewertete als ihre Mit-Jurorinnen, musste auch sie konstatieren, dass ihr Mann sicher keine Karriere auf der Musical-Bühne machen wird. Das Ergebnis des Fünf-Lieder-Battles war trotz einiger Nachsicht der Jury eindeutig. Bei „Stand by me“ gab’s sogar Pfiffe aus dem Publikum für den Vortrag des Bürgermeisters. Bei „Rot sind die Rosen“, teilweise in Mundart gesungen, machte er hingegen eine ganz passable Figur.

Dabei hatte er zuvor noch gehofft, dass Prinz Kai I. vielleicht komplett kneifen würde, war die KG doch ohne ihn und die Asphaltcowboys angerückt. Aber dann näherte sich aus der Ferne ein Geräusch, das die Hoffnung der Rathausbalkon-Besetzers und seiner nur fünf Helfer vermutlich schnell zerstört haben dürfte. 660 satte PS und ein Signal, wie es USA-Reisende vom Highway one kennen. Prinz Kai ließ im rot- und chrom-glitzernden Truck vorfahren, wobei seine Mannschaft komplett Platz fand im Fonds der Zumaschine – wenn auch ein bisschen gequetscht. Keine Frage: Die Asphaltcowboys waren angesichts dieses fahrbaren Untersatzes komplett in ihrem Element. Oder, wie es später Zeremonienmeister und Asphaltcowboy „Schufo“ auf der Bühne ausdrückte: „Howdy“.

Dass der Bürgermeister noch versuchte, ihn wegen seiner Herkunft aus Drensteinfurt etwas zu hänseln, focht „Schufo“ nicht weiter an. „Das geht ab“, war die Devise, und da half auch das vom Bürgermeister selbst gedichtete Schmuse-Prinzenlied nichts: Der Schlüssel war weg, zumal Berthold Streffing zuvor auch beim „Westfalenlied“ nicht besonders zu überzeugen wusste. Als Prinz Kai I. auf die Bühne stieg, strahlte übrigens die Sonne vom Himmel. Und sie hielt sich auch einige Zeit.

► Eine möglicherweise wetterbeding t notwendige Absage oder Verschiebung des Rosenmontagszugs werden KG und Ordnungsamt erst am Montagmorgen um 7 Uhr beraten, erklärte KG-Präsident Dirk Vollenkemper am Sonntag.

Leserkommentare

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

Anzeige

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3792412?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F