Mo., 08.02.2016

Rosenmontagszug in Sendenhorst Kein Sturm und Regen: „Wir fahren“

KG-Präsident Dirk Vollenkemper geneißt gemeinsam mit seinen Funken und dem Kinderprinzenpaar den Rosenmontagszug.

KG-Präsident Dirk Vollenkemper geneißt gemeinsam mit seinen Funken und dem Kinderprinzenpaar den Rosenmontagszug. Foto: Annette Metz

Sendenhorst - 

Viele haben abgesagt, doch die Sendenhorster sind ihren Rosenmontagszug ohne Sturm und Regen gefahren. Und einige Wagenbauer aus „abgesagten“ Orten haben sich den Sendenhorstern angeschlossen.

Von Josef Thesing

Natürlich war das wegen der äußeren Umstände kein „normaler“ Rosenmontagszug, auch wenn er am Ende so normal über die Straßen ging, wie viele seiner mehr als 40 Vorgänger. Kein Sturm, aber ein bisschen Wind. Kein Regen, aber dann und wann etwas Sonne unter blauem Himmel. Und zum Start gegen 11.15 Uhr wurde es dann ein Rosenmontagszug, der als ein ganz Besonderer in die Geschichte der KG „Schön wär’s“ eingehen wird. Weil sich nach 10.30 Uhr in der Region schnell herumgesprochen hatte, dass Bürgermeister, Ordnungsamt, KG, Polizei und Feuerwehr den Zug starten lassen würden (2. Lokalseite), machten sich zahlreiche Wagenbauer aus den umliegenden Orten, in denen die Umzüge abgesagt worden waren, auf den Weg nach Sendenhorst, um mitzufahren. Und so wurde es entgegen der ursprünglichen Planung einer der längsten Züge in der Sendenhorster Karnevalsgeschichte. Die Moderatoren des Zuges mussten irgendwann aufgeben, weil sie nicht mehr auf dem Zettel hatten, wer sich noch eingereiht hatte. „Wir fahren“ strahlte KG-Präsident Dirk Vollenkemper vom Präsidentenwagen.

Party im Festzelt - nach dem Zug.

Party im Festzelt - nach dem Zug. Foto: Josef Thesing

Handorf, Albachten und Wolbeck hatten sich neben anderen schon frühzeitig telefonisch angemeldet, nachdem der Zug in Münster am Sonntagabend abgesagt worden war. Andere kamen noch kurzfristig hinzu, etwa die Landjugend aus Ostenfelde. Und am Ende waren viele unbekannte auf den Straßen zu sehen. Und Kai I. war nicht der einzige Prinz, der sich vom Wagen aus huldigen ließ. Der erwartete Regen setzte erst pünktlich nach Ende des Umzuges ein. Schwein gehabt! Wegen der allgemeinen Verunsicherung in Karneval-Deutschland waren diesmal aber nicht zu viele Schaulustige an den Straßen in der Innenstadt zu sehen.

Inhaltlich ergab sich wegen der zahlreichen Gäste eine nicht fest definierbare Thematik. Dass wir ohne Holland zur EM fahren war ebenso vertreten wie „Berti’s Brunnen“ vor dem Rathaus, an dem eine Gruppe von Saubermännern demnächst Unterbodenwäsche anbieten will. Ansonsten gab’s wenig Politik.

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