Fr., 26.02.2016

Mehrfamilienhaus am Südgraben Abriss und Neubau geplant

Die Gebäude Südgraben 12, 12a und 12 b sollen abgerissen werden. Das kleine Bild zeigt den Blick aus dem Südgraben auf den Komplex in der Kurve.

Die Gebäude Südgraben 12, 12a und 12 b sollen abgerissen werden. Das kleine Bild zeigt den Blick aus dem Südgraben auf den Komplex in der Kurve. Foto: Josef Thesing

Sendenhorst - 

Am Südgraben 12 sollen drei Häuser abgerissen werden. An ihrer Stelle soll ein Mehrfamilienhaus mit zwölf Wohnungen gebaut werden.

Von Josef Thesing

Einen Bebauungsplan gibt es für das Grundstück am Südgraben 12 nicht. Es liegt im sogenannten unbeplanten Innenbereich der Stadt. Deshalb muss die Zulässigkeit des Bauvorhabens nach Paragraf 34 Baugesetzbuch beurteilt werden.

Und der besagt in Absatz 1, dass der dort vorgesehene Bau eines Mehrfamilienhauses mit zehn Wohnungen in unterschiedlicher Größe zulässig ist, wenn es sich „nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und wenn die Erschließung gesichert ist“, stellt die Stadtverwaltung in der Vorlage für die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am kommenden Dienstag dar.

Der Bereich gilt laut Baunutzungsverordnung als „allgemeines Wohngebiet“. Und beantwortet werden müsse bei der Zustimmung oder Ablehnung allein die Frage, ob das Bauvorhaben laut Baunutzungsverordnung „allgemein zulässig“ ist. Die Antwort klingt einfach und rechtlich fast banal: „Wohngebäude sind in einem allgemeinen Wohngebiet allgemein zulässig“, zitiert die Verwaltung Paragraf 4 der Baunutzungsverordnung. Und die Verwaltung fügt deshalb an, dass das Bauvorhaben am Südgraben „allgemein zulässig“ sei und sich auch in das „Maß der baulichen Nutzung“ in die vorhandene Bebauung einfüge.

Geplant ist ein Gebäude auf dem rund 1100 Quadratmeter großen Grundstück, das barrierefreie Wohnungen in Größen von 54,5 bis knapp 140 Quadratmetern enthalten soll. Die bislang drei dort stehenden Wohnhäuser sollen abgerissen werden. Der Neubau ist zweistöckig geplant und soll eine maximale Firsthöhe von 11,69 Metern haben – was etwa der Höhe anderer Häuser in der Umgebung entspreche. Gleichwohl sieht die Verwaltung die geplante Höhe „kritisch“, und das wegen der „besonderen Sensibilität der Grabenbebauung“. Deshalb sollte aus Sicht der Verwaltung noch eine Reduzierung der Firsthöhe erfolgen.

Die Zufahrt zu dem Grundstück, auf dem ausreichend Stellplätze nachgewiesen würden, soll über den Südgraben erfolgen. Die Querung der Südenpromenade südlich des Grundstückes sei nur für Fußgänger und Radfahrer möglich, für Autos aber tabu.

Ein wenig offen ist bislang noch die Zulässigkeit des Abrisses aller drei „abgängigen“ Gebäude. Denn darunter ist ein altes, typisches Grabenhaus aus dem Jahr 1910, für das geprüft werde, ob es als Denkmal in Frage kommen könnte. Sollte das bestätigt werden, müsse es unter Schutz gestellt werden.

Die Entscheidung über den Bauantrag liegt im Übrigen beim Kreis Warendorf, mit der die Verwaltung das Vorhaben nach eigenen Angaben besprochen habe. Nach Paragraf 34 Baugesetzbuch habe die Stadt das sogenannte gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.

Die Stadtverwaltung bittet den Ausschuss in der Vorlage in der Vorlage um Zustimmung zur vorgestellten Planung.

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