Fr., 04.03.2016

Neubau am Südgraben „Zu groß und zu wuchtig“

Das Gebäudeensemble am Südgraben, das abgerissen werden soll, stellt sich aus Blickrichtung Promenade heute so dar.

Das Gebäudeensemble am Südgraben, das abgerissen werden soll, stellt sich aus Blickrichtung Promenade heute so dar. Foto: Josef Thesing

Sendenhorst - 

Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat eine Entscheidung zum geplanten Neubau am Südgraben 12 vertagt. Das Ensemble erscheint einer Reihe von Politikern an der Stelle zu groß und zu wuchtig.

Von Josef Thesing

Das Gebäudeensemble am Südgraben 12 ist nicht sanierungsfähig, gab Architekt Thomas Umlauf seine Sicht der Dinge preis. Ob es möglicherweise denkmalwürdig ist, „weiß ich nicht“, fügte er an. In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt stellte er die Pläne für eine Neubebauung des Areals unweit der Promenade vor. Am heutigen Freitag wird der Denkmalpfleger die Gebäude unter die Lupe nehmen und dann irgendwann zu einer Einschätzung kommen.

Unabhängig davon geht es um die Frage, ob an dieser stelle ein neuer Gebäudekomplex mit zehn Wohnungen, drei Garagen, Stellplätzen und einem Fahrradunterstand entstehen soll. Weil das, wie an anderer Stelle am Südgraben auch, in einem unbeplanten Bereich der Innenstadt geschehen soll, geht es um eine Einzelfallentscheidung. Und die trifft nach derzeitiger Rechtslage der Kreis Warendorf. Der Jubel über die vorgelegten Pläne hielt sich in der Sitzung bei den politischen Fraktionen in Grenzen. Der Bedarf an weiteren Wohnformen wurde allenthalben gesehen. Aber eine Entscheidung wurde in die nächste Sitzung verschoben, weil die Höhe und die Wuchtigkeit des Gebäudes – vor allem in Richtung Promenade – sowie die bislang vorgestellte Ausführung der Fassade auf keine große Zustimmung gestoßen sind. SPD und BfA beispielsweise ist das Gebäude einfach zu groß. Und es gefährde in seiner „Beliebigkeit“ den „Charakter des Quartiers“.

Verhindern kann die Stadt den Neubau letztlich aber nur dann, wenn für den gesamten Bereich eine verbindliche Bauleitplanung mit Bebauungsplan inklusive Gestaltungssatzung erarbeitet würde, nachdem eine Veränderungssperre beschlossen worden ist.

Soweit ist es aber noch nicht: Zunächst erhalten Architekt und Investor die Möglichkeit, ihre Pläne zu überarbeiten und in der nächsten Sitzung neu zu präsentieren. 

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