Vocal Champs
Zarte Töne und Beatbox

Sendenhorst -

Das erste Mal unter der Verantwortung der Stadt Sendenhorst fand am Wochenende das A-cappella-Festival „Vocal Champs“ in Sendenhorst statt. Dabei wurde dem Publikum ausnehmend gute Unterhaltung geboten.

Sonntag, 10.09.2017, 19:09 Uhr

„The Knorke“, eine Gruppe aus Berlin in Holzfällerhemden, sorgte für prächtige Unterhaltung zum Auftakt des Festivals in der Alten Molkerei.
„The Knorke“, eine Gruppe aus Berlin in Holzfällerhemden, sorgte für prächtige Unterhaltung zum Auftakt des Festivals in der Alten Molkerei. Foto: Anke Weiland

Das erste Mal unter der Verantwortung der Stadt Sendenhorst startete das A-cappella-Festival „Vocal Champs“ am Freitag gleich mit fünf starken Vokalgruppen. Im Vorfeld dankte Bürgermeister Berthold Streffing allen Unterstützern. Nach der Premiere 2007 als Landescontest in der Realschulaula sei er froh, mit der Alten Molkerei ein geeignetes Festival-Gelände von Bernd Gaßner zur Verfügung gestellt bekommen zu haben. Sein Dank galt auch Organisator Matthias Greifenberg und seinem Team von „V6-Promotion“ sowie den Hauptsponsoren, der Veka AG und der Sparkasse Münsterland Ost .

Das Event werde zudem „mitgetragen vom Kulturausschuss der Stadt“, war Streffing froh über die Rückendeckung seitens der Politik. „Unser Kulturausschuss – der besteht aus meiner Frau und mir – ist sich immer einig, diese Veranstaltung zu unterstützen“, schmunzelte Andreas Hartleif, Vorstandsvorsitzender der Veka AG. Und auch Claus Fronholt von der Sparkasse Münsterland Ost bezeichnete das „Vocal Champs“-Festival als eine lohnende Sache, die mittlerweile zur Tradition geworden sei.

„Vocal Champs“

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  • "Dacapella" war bereits vor zehn Jahren in Sendenhorst beim A-cappella-Contest in der Realschulaula.

    Foto: Anke Weiland
  • "Dacapella" boten mit acht Stimmen einen satten Sound auf der Bühne.

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  • Female Affairs boten beste Unterhaltung.

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  • Female Affairs begeisterten mit humorvollen Songs.

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  • Die Jury mit Holger Blüder, Dana Brüning, Simone Thieringer, Andreas Walter, Jan Vehring und Nicolas R. Leibel (v.l.) bewertete die Gesangsgruppen.

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  • Extraton aus München sangen einige eigene Kompositionen.

    Foto: Anke Weiland
  • The Knorke, Berliner mit Holzfällerhemden.

    Foto: Anke Weiland
  • "Invivas" aus der Schweiz wagten sich an Interpretationen großer Sänger.

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  • Der Beatboxer von "Invivas" bekam Sonderapplaus.

    Foto: Anke Weiland
  • "Männersache" brachten die Bühne zum Beben und verteilten viel Liebe ins Publikum.

    Foto: Anke Weiland
  • "Voice-n-Girls" können auch Schlager. Zu großen Gefühlen gehören auch große Gesten, zeigten sie mit einem Augenzwinkern.

    Foto: Anke Weiland
  • "Voice-n-Girls" singen für Geld fast alles, sagen sie.

    Foto: Anke Weiland
  • Bereits am Freitag war das Interesse am "Vocal Champs"-Festival groß.

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  • Mit Elvis "up Platt" stimmten "LaLeLu" bereits bei dem Empfang im Kommunalforum auf das "Vocal Champs"-Event ein.

    Foto: Anke Weiland

Die Jury habe in den drei Festival-Tagen eine wichtige und außergewöhnlich schwierige Aufgabe, so Streffing. Das wurde schon bei den Auftritten der ersten Gruppen sehr deutlich, denn zumindest dem Publikum gefielen alle Darbietungen ausgesprochen gut. „Voice-n-Girls“ eröffneten den Wettbewerb vor gut gefüllten Zuhörerreihen. „Lasst uns euch unterhalten“, baten sie musikalisch – nach Robbie Williams‘ „Let me entertain you“. Und das taten die fünf stimmgewaltigen Frauen mit Gefühl und Humor. Totos Klassiker „Rosanna“ wurde kurzerhand zu „Klaus-Dieter“, beziehungsweise „Horst-Günther“, oder auch zu „Hans Eberhard“.

Mit einem Augenzwinkern widmeten sie sich auch dem Frauenthema „Hitzewallungen“ und ernteten viele Lacher. Mit viel Humor zeigten die fünf Damen schlussendlich noch, dass sie auch wissen, wie Schlager richtig performt wird.

„Männersache“ – das sind vier junge Sänger aus Osnabrück – hatten vor zwei Jahren den Publikumspreis abgeräumt und daher eine „Wildcard“ für dieses Jahr bekommen. Ihre Qualitäten bewiesen sie auch dieses Mal wieder. Mit einem rasanten Medley durch die deutsche Popwelt rockten sie die Bühne. Mit einem Party-Querschnitt durch die 90-er Jahre bewiesen die eindrücklich, „dass wir nicht so sind wie der ZDF-Fernsehgarten“. Bei dem selbst geschriebenen Song „Egal wohin“ zeigten sich die stimmlichen Qualitäten der Jungs.

Beeindruckende Stimmen zeigte auch die Gruppe „Invivas“ aus der Schweiz. Sie bewies keine Angst vor Sängern wie Justin Timberlake („Cry me a river“) und Ed Sheeran („Shape of you“), und hatten auch Justin Biber im Repertoire. Einen Sonderapplaus bekam der Auftritt des Beatboxers, der mit seinen Bässen die Bühne beben ließ. Aber auch die zarten Töne beherrschten die fünf Baseler: Ohne Mikrofon sangen sie „I‘m yours“, um danach mit voller Power durch ein Stevie-Wonder-Medley zu fegen und das Publikum restlos zu begeistern. Auch die zwei Gruppen im zweiten Block des Abends, „Quintense“ und „LaLeLu“ legten die Latte für die in den folgenden Tagen folgenden Bands hoch.

Mit der Rock‘n‘Roll-After­show-Party im Anschluss klang der erste Wettbewerbstag musikalisch und stimmungsvoll aus.

► Weiterer Bericht folgt.

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