Mo., 11.09.2017

Vokal Champs Publikum und Jury einer Meinung

„Männersache“ sahnte den zweiten Platz bei der Jurywertung ab. Mit Witz und Charme unterhielten „Female Affairs“ (Foto rechts). Die Jury mit Holger Blüder, Dana Brüning, Simone Thieringer, Andreas Walter, Jan Vehring und Nicolas R. Leibel (v.l.) bewertete die Gesangsgruppen.

„Männersache“ sahnte den zweiten Platz bei der Jurywertung ab. Mit Witz und Charme unterhielten „Female Affairs“ (Foto rechts). Die Jury mit Holger Blüder, Dana Brüning, Simone Thieringer, Andreas Walter, Jan Vering und Nicolas R. Leibel (v.l.) bewertete die Gesangsgruppen. Foto: Anke Weiland

Sendenhorst - 

Das war doch mal eine Übereinstimmung: Nicht nur die Jury, auch das „Vocal Champs“-Publikum kürte „Piccanto“ aus Österreich zur besten Gesangsgruppe des Wettbewerbs.

Von Anke Weiland

Das war doch mal eine Übereinstimmung: Nicht nur die Jury, auch das „Vocal Champs“-Publikum kürte „Piccanto“ aus Österreich zur besten Gesangsgruppe des Wettbewerbs. Die Jungs waren jedoch schon wieder auf dem Weg nach Salzburg und konnten ihre Preise nicht persönlich entgegennehmen. Doch per Telefonschaltung wurden sie eiligst über das Ergebnis informiert. Sie gehen nun nicht nur auf eine kleine „Vocal-Champs“-Tournee durch zwölf Städte, sie werden auch den nächsten „Vocal Champs“-Contest 2019 eröffnen.

Das Wochenende hatte für die musikbegeisterten Besucher noch einiges zu bieten. Von merkwürdig bis genial war alles dabei, unterhaltsam war es in der Alten Molkerei jedem Fall. Der Samstag und der Sonntag, an dem noch elf Gruppen auftraten – „Soundescape“ musste die Teilnahme krankheitsbedingt absagen, – bot einen bunten Mix durch die Genres und Stilrichtungen. Vera Hotten führte als Moderatorin mit Charme durch den Wettbewerb und sagte die unterschiedlichen Gruppen an.

„The Knorke“ aus Berlin zeigten sich etwas durchgeknallt. Bereits vor zwei Jahren war „Extraton“ dabei. Das Publikum überzeugten sie mit überwiegend eigenen Songs und einer beeindruckenden Beatbox, die einen besonderen Applaus wert war. Beste Unterhaltung hingegen boten „Female Affairs“. Auf ihrem „Mix Tape 2.0“ waren auch gecoverte Songs, doch mit ihren urkomischen selbst getexteten Liedern lösten sie spontane Lachsalven im Publikum aus. Die fünf Frauen um Beatboxer Peter Wehrmann sangen über die Schneckenplage im Garten, über Egoisten, das Outdoor-Grillen und ihre Lieblingsstücke im Schrank.

Dass acht Stimmen auf der Bühne einen satten Sound ergeben, konnten die Zuhörer eindrucksvoll bei „Dacapella“ erleben. In ihrem Streifzug durch mehre Jahrzehnte der Popmusik sangen sie Coversongs in eigenen Arrangements, die die besonderen Stimmen der Sänger hervorhoben. Mit Adele und der „Bohemian Rhapsody“ von Queen in kölscher Mundart brachten sie die Gäste in der Alten Molkerei zum Staunen.

Starke Stimmen und Weltmusik präsentierten „Aquabella“. Sprachgewandt sangen sie Volkslieder aus Finnland, Japan und Bulgarien. Selbstbewusst und humorvoll bildeten „Die Kellner“ den Schlusspunkt des Contests. Mit einem Medley aus deutschen Liedern „die wir niemals singen wollten“ sorgten sie für Stimmung und Heiterkeit. Und der „Standbildtanz“ zu Michael Jackson bekam viel Applaus.

Beim Open Stage auf dem Festival-Gelände ging es mit guter Laune und improvisiertem Gesang weiter, bis die Entscheidung der Jury feststand. „So knapp habe ich noch nie eine Jury-Entscheidung erlebt“, gestand Jan Vering bei der Verkündung der Sieger und zeigte sich angetan von der Veranstaltung: „Das Festival lebt von der Atmosphäre.“

Die Jury bestand aus sechs Veranstalterprofis: Holger Blüder (Leiter der Musikschule Beckum-Warendorf), Nicolas R. Leibel (Gründer und Inhaber der Künstleragentur „CulturContor“), Simone Thieringer (Malerin, Fotografin und Leiterin des Bereichs „Tourismus und Kultur“ der Stadt Telgte), Jan Vering (Musik-Dramaturg am Apollo-Theater Siegen), Andreas Walter (Leiter des Kulturamtes in Hürth) und Dana Brüning (Eventmanagerin in Bottrop).

Sie hatten sich auf drei Kriterien geeinigt, die bewertet wurden: „Die Musik“, das heißt, der Klang und die Qualität des Gesangs, „der Auftritt“, also die Moderation zwischen den Stücken und die Performance, sowie „der Gesamtsound“, der Umgang mit der Technik, um die Stimmen wirken zu lassen. Das Ergebnis der Jury: 1. Piccanto, 2. Männersache, 3. YeoMan. Das Publikum hatte gewählt: 1. Piccanto, 2. YeoMan, 3. LaLeLu.

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