Mi., 13.09.2017

Mehr Gewerbesteuern für die Stadt Haushaltsloch ist gestopft

Es sprudelt fast in der Stadtkasse. Die Stadt rechnet derzeit mit rund zwei Millionen Euro Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer.

Es sprudelt fast in der Stadtkasse. Die Stadt rechnet derzeit mit rund zwei Millionen Euro Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer. Foto: Dietmar Jeschke

Sendenhorst - 

Die Wirtschaft brummt. Das freut auch die Stadt, die sich über mehr Gewerbesteuer-Einnahmen freut. Diese liegen derzeit rund zwei Millionen Euro über Plan.

Von Josef Thesing

Die Wirtschaft brummt, auch in Sendenhorst und Albersloh. Darüber dürfen sich auch die Wächter der Stadtkasse freuen. Derzeit geht die Stadtverwaltung davon aus, dass die Einnahmen bei der Gewerbesteuer zum Jahresende rund zwei Millionen Euro höher liegen werden, als bei der Verabschiedung des städtischen Etats im vergangenen Dezember veranschlagt.

Der größte Einnahmeposten im Haushalt, „Steuern und ähnliche Abgaben“, steigt nach der Prognose von rund 15,9 auf 17,9 Millionen Euro. Das geht aus dem Finanzzwischenbericht hervor, den die Stadtverwaltung pflichtgemäß vorgelegt hat. War zu Beginn des Jahres noch vom einem negativen Jahresabschluss in Höhe von 1,2 Millionen Euro ausgegangen worden, wird der städtische Etat nach der derzeitigen Prognose mit einem Plus von 630 000 Euro über die Ziellinie gehen. Da das vergangene Jahr nach derzeitigen Berechnungen mit einem Minus von „nur“ 250 000 Euro abgeschlossen wird, ist die Gefahr, ein Haushaltssicherungskonzept aufstellen zu müssen, mittelfristig gebannt.

Neben den Gewerbesteuern steigen – im weit geringerem Umfang – auch die Einnahmen aus den Grundsteuern A (Landwirtschaft) und B (übrige Grundstücke) um 10 000 Euro. Zudem kann die Kämmerei unter anderem ein Plus von 9000 Euro bei der Vergnügungssteuer und 1000 Euro bei der Hundesteuer verbuchen.

Auch die Umwandlung der Montessori-Sekundarschule zum begonnenen Schuljahr in eine Gesamtschule hat laut Finanzzwischenbericht Auswirkungen auf Soll und Haben in der Stadtkasse. Denn mit der Änderung der Schulform wurde die Refinanzierung „Eigentumsmodell“ in ein „Mietmodell“ umgestellt. Seit August erhält die Stadt Mieteinnahmen für das städtische Gebäude am Teigelkamp. Die Stadt erwartet hier Mehreinnahmen in Höhe von 84 000 Euro, wird aber zugleich die Zuschüsse für die Schule um 37 000 Euro erhöhen.

Auch in vielen anderen Bereichen des städtischen Haushalts gibt es – zum Teil erhebliche – Ausschläge in beide Richtungen: plus und minus. So liegen zum Beispiel die Personalkosten um 43 300 Euro unter dem Ansatz – und die Versorgungsaufwendungen (zum Beispiel Rückstellungen für Pensionen) sogar um 85 400 Euro unter Plan.

Wegen der positiven Haushaltsentwicklung müssen auch weniger Kredite in Anspruch genommen werden. Dadurch spart die Stadt gegenüber der ursprünglichen Planung rund 13 000 Euro für Zinsen.

Auch bei den Kosten für die Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge ist die Stadt derzeit um 57 800 Euro im Plus.

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