Do., 14.09.2017

Umgestaltung der Promenade Schonzeit für die Linden

Erst wenn die Linden im Spätherbst ihre Blätter abgeworfen haben, kann der Baumgutachter ein aussagekräftiges Urteil fällen.

Erst wenn die Linden im Spätherbst ihre Blätter abgeworfen haben, kann der Baumgutachter ein aussagekräftiges Urteil fällen. Foto: Josef Thesing

Sendenhorst - 

Ein Baumgutachter wird sich nun dem Zustand der Linden an der Promenade widmen. Das geht aber erst dann verlässlich, wenn alle Blätter gefallen sind. Wenn das Gutachten erstellt ist, wird die Stadtverwaltung das weitere Vorgehen ausführlich mit den Bürgern diskutieren. Das bedeutet, dass es den Bäumen vorerst noch nicht an den Kragen geht.

Von Josef Thesing

Ein derart gravierender Eingriff in das Stadtbild soll nicht übers Knie gebrochen werden. Deshalb soll ein Baumgutachter ran, bevor den Linden an der Promenade – im Extremfall – mit der Kettensäge zum Leibe gerückt wird. Doch das geht erst dann, so Bürgermeister Berthold Streffing am Dienstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, wenn alle Blätter im Spätherbst von den Bäumen gefallen sind.

Die geplante, umfangreiche Bürgerbeteiligung wird deshalb erst dann stattfinden, wenn das Gutachten vorliegt. „Wir wollen eine größtmögliche Sicherheit vor der Entscheidung, was aus der Allee werden soll“, erklärte Streffing. Ohne Not und ohne wirklich handfeste Gründe sollen die Linden nicht gefällt und durch neue Bäume ersetzt werden.

Das Gutachten, so die Stadtverwaltung, werde vermutlich Ende Oktober vorliegen. Doch endgültige Konsequenzen daraus können wohl erst im kommenden Jahr gezogen werden, da neben den Sendenhorstern – nicht nur den Anliegern der Promenade – die Bezirksregierung bezogen auf Gelder aus dem Städtebauförderungsprogramm „Neue Wege in die Stadt“ mit im Boot ist. Der Förderantrag für 2018 müsste bis zum 30. Oktober begründet am Domplatz in Münster vorliegen. Doch das wird nach Stand der Dinge nicht klappen. „Wir brauchen Zeit, auch für die Gespräche mit den Bürgern“, erklärte Streffing. Wie berichtet, hatte das beauftragte Planungsbüro vorgeschlagen, die – zum Teil – kranken Linden komplett zu fällen und im Zuge der Umgestaltung der Promenade durch andere Bäume zu ersetzen. Der mögliche Kahlschlag hatte kontroverse Diskussionen ausgelöst. Deshalb: „Wir brauchen eine zweite Meinung“, meinte Streffing.

Dass alle Linden weg müssen, ist durchaus nicht ausgemacht. Dienstbereichsleiter Wolfgang Huth erklärte, dass der Baumgutachter spontan durchaus „positive“ Signale für die Bäume gegeben habe, sich aber noch nicht endgültig festlegen wollte.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5147805?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F