Mi., 06.12.2017

Tempo 30 im Dorf „Jetzt geht die Raserei wieder los“

Auf der Bergstraße gilt nun wieder Tempo 30 von Montag bis Freitag – von 7 bis 17 Uhr.

Auf der Bergstraße gilt nun wieder Tempo 30 von Montag bis Freitag – von 7 bis 17 Uhr.

Albersloh - 

Tempo 30 gilt an der Bergstraße jetzt nur noch von Montag bis Freitag – und zwar nur tagsüber. Das bringt die Fraktion der BfA mächtig auf die Palme.

Tempo 30 in Albersloh: Das war in der Fraktionssitzung der BfA ein bestimmendes Thema. Denn Bürgermeister Berthold Streffing hatte in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses bekanntgegeben, dass sich Mitarbeiter von Straßen NRW und des Straßenverkehrsamtes des Kreises mit Kommunalpolitikern zusammensetzen möchten, um über die Tempo-30-Zonen in Albersloh zu reden. Als Termin und Treffpunkt wurden Mittwoch, 17. Januar, um 17 Uhr im Kommunalforum vereinbart.

Anlass sei der Unmut vieler Albersloher über die Rücknahme der unbeschränkten Tempo-30-Zone in der Bergstraße vor der Ludgerusschule, heißt es im Bericht der BfA, die die „uneingeschränkte Wiederherstellung von Tempo-30 in der Bergstraße rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche gefordert“ hätten.

„Prinzipiell begrüßen wir dieses Gespräch“, bekräftigt BfA-Fraktionsvorsitzender Hans-Ulrich Menke. „Denn es zeigt, dass die Handelnden den Ärger der Bürger wahrnehmen.“ Nun gelte es, die Menschen auch über das weitere Vorgehen zu informieren und eine Unterschriftenaktion zur Unterstützung der Forderung nach Tempo 30 zu starten. Eine Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative „Albersloh Verkehr(t)“ und auch mit den anderen Parteien sei sinnvoll.

„Was an der Bergstraße geschehen ist“, so BfA-Mitglied Volker Dörken, „stellt die an sich positive Gesetzesänderung auf den Kopf“. Dort sei bereits wegen der unübersichtlichen und gefährlichen Verkehrslage vor mehreren Jahren Tempo 30 eingeführt worden. Trotzdem sei es immer wieder zu Unfällen gekommen.

Dennoch habe Straßen NRW das Tempo-30-Gebot vor der Schule auf Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr zurückgesetzt. „Jetzt geht die Raserei gerade in der Dunkelheit wieder los“, habe sich ein Anwohner der Bergstraße beklagt – „von der Lärmbelästigung durch rumpelnde Lastwagen ganz zu schweigen“.

Dabei wollte der Gesetzgeber mit der Änderung der Straßenverkehrsordnung den Behörden eigentlich eine Hilfe zur Verkehrsberuhigung an die Hand geben. Danach soll vor sozialen Einrichtungen – Schulen, Kindergärten und Altenheimen – generell Tempo 30 gelten. Egal, ob Unfallschwerpunkt oder nicht.

„Deshalb fordern wir auch vor dem Zwergenstübchen Tempo 30“, unterstreicht BfA-Ratsfrau Martina Rust, „die Gesundheit der Kinder, der Fußgänger und Radfahrer muss Vorrang haben vor der schnellen Geschwindigkeit der Autos“.

„Unsere Forderung ist und bleibt aber insgesamt“, so Hans-Ulrich Menke, „Tempo 30 für den gesamten Albersloher Dorfkern – auch im Bereich des Landes- und Kreisstraßen“.

Damit griffen die BfA auch eine Mitteilung des Umweltbundesamtes auf. Tenor: Nicht der Stellenwert der Straße sei wichtig, sondern das Umfeld.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5338896?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F190%2F