Stock­kampfkunst für Erwachsene
Respektvolles Miteinander – auch beim Schlag

Albersloh/Sendenhorst -

In der Albersloher Wersehalle haben sich 14 Kursusteilnehmer getroffen, um sich in der Stockkampfkunst zu üben. Mit 60 Zentimeter langen Rattanstöcken stehen sie sich gegenüber. Es geht um Nähe und um Distanz. Dabei muss als erstes Vertrauen aufgebaut werden.

Donnerstag, 15.02.2018, 11:02 Uhr

Mit Spaß und Hingabe trainieren die Sportler Stockkampfkunst in der Wersehalle. Statt um ein kämpferisches Gegeneinander, geht es dabei immer um ein respektvolles Miteinander.
Mit Spaß und Hingabe trainieren die Sportler Stockkampfkunst in der Wersehalle. Statt um ein kämpferisches Gegeneinander, geht es dabei immer um ein respektvolles Miteinander. Foto: Christiane Husmann

Man muss sich schon ganz schön konzentrieren, um die Schlagfolge mit den Rattanstöcken richtig hintereinander zu bekommen. Aber gerade das ist wohl einer der Gründe, warum die Stockkampfkunst bei vielen Erwachsenen so beliebt ist. „Es geht nicht um Körpertreffer, sondern darum, die eigene Energie zu spüren, die eigenen Kräfte dosiert umzusetzen und sich in Zielgerichtetheit und Klarheit zu üben“, erklären Martina Lackmann und Hubert Bisping , die den aktuellen Workshop „Stock­kampfkunst für Erwachsene“ des Vereins „Beweggründe“ leiten.

In der Wersehalle haben sich 14 Kursusteilnehmer getroffen, um sich in der Stockkampfkunst zu üben. Mit 60 Zentimeter langen Rattanstöcken stehen sie sich gegenüber. „Es geht um Nähe und um Distanz“, sagt Hubert Bisping. Dabei müsse als erstes Vertrauen aufgebaut werden. Schaut man sich die gegenüberstehenden Sportler an, scheint das bereits gelungen zu sein. Nach einigen Aufwärmübungen machen die Übungsleiter die Schlagfolge vor. Klack, klack, klack macht es, wenn die Stöcke aufeinandertreffen. Der Körper des Gegenüber bleibt dabei unberührt. Und das, was die Stockkunstkämpfer präsentieren, sieht harmonisch aus. Aus gutem Grund: „Es geht um das Miteinander statt um das Gegeneinander“, erklärt Martina Lackmann.

„Die philippinische Selbstverteidigungsform Escrima wird mit Rhythmuselementen und Musik auf spielerische Weise kombiniert“, steht in einem Flyer zum Workshop. Aus einem Rekorder ertönt ein Lied, zu dessen Rhythmus die Sportler die Stöcke bewegen. Mal schlagen sie gegeneinander, treffen den Boden, berühren die Fußsohlen, wirbeln durch die Luft oder blockieren. Was Einsteiger noch zögerlich praktizieren, wird von den Erfahreneren schon mit mehr Wucht ausgeübt. Bei jedem Schlag scheint Respekt vor dem Gegenüber mitzuschwingen. Die Schlagfolgen, die sogenannten Katas, werden je nach Übung mal langsam und meditativ, mal schnell und dynamisch ausgeführt. So oder so ist Koordination gefragt.

Fast alle Sportler sind aus Sendenhorst angereist. Außer Silke Schönhoff. Sie wohnt in Albersloh und freut sich, dass der Workshop in der Wersehalle angeboten wird. „Mir macht das riesig viel Spaß“, sagt sie und führt den Stock zielgerichtet durch die Luft. Die Konzentration beim Koordinieren von Schlagfolge und Rhythmus fordere und entspanne sie zugleich, sagt Silke Schönhoff und resümiert: „Hinterher bin ich immer total gelöst und fühle mich gut.“

► Die Übungsleiter Martina Lackmann und Hubert Bisping laden alle Interessierten ein, den aktuell laufenden Workshop unverbindlich zu besuchen, um sich ein Bild von der Stockkampfkunst machen zu können. Trainiert wird mittwochs von 18 bis 19 Uhr in der Wersehalle.

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