Mein Beruf: das Team des St.-Josefs-Hauses
Ein Herz und eine Seele

Albersloh -

Das St.-Josefs-Haus im Herzen des Wersedorfes ist eine Institution im Ort mit hohem Identifikationspotenzial. Besondere Kennzeichen: Sehr viele langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein großer Kreis Ehrenamtlicher und nicht zuletzt eine ausgeprägte Fest- und Feierkultur, die vom Engagement vieler haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter und Vereine getragen wird.

Montag, 16.04.2018, 14:04 Uhr

Ein großes Team kümmert sich um die Bewohnerinnen des St.-Josefs-Hauses: Die Mitarbeiter Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft und Reinigung arbeiten Hand in Hand zusammen, um den Männern und Frauen ein Zuhause zu geben.
Ein großes Team kümmert sich um die Bewohnerinnen des St.-Josefs-Hauses: Die Mitarbeiter Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft und Reinigung arbeiten Hand in Hand zusammen, um den Männern und Frauen ein Zuhause zu geben. Foto: Bettina Goczol

Ist es die wechselvolle Geschichte des Hauses – oder ist es der Albersloher Menschenschlag? Vielleicht ist es auch beides zusammen, was die besondere Beziehung zwischen den Alberslohern und „ihrem“ St.-Josefs-Haus ausmacht.

Das Alten- und Pflegeheim im Herzen des Wersedorfes ist eine Institution im Ort mit hohem Identifikationspotenzial. Besondere Kennzeichen: Sehr viele langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein großer Kreis Ehrenamtlicher und nicht zuletzt eine ausgeprägte Fest- und Feierkultur, die vom Engagement vieler haupt- und ehrenamtlicher Mitarbeiter und Albersloher Vereine getragen wird.

Möglich wird das durch ein gutes Zusammenspiel in und zwischen den Berufsgruppen Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft und Reinigung. „Das Wohl der Bewohner ist für alle ein gemeinsames Ziel“, meint Hausleiterin Kornelia Mackiewicz, zuständig für den Bereich Pflege. Besonders sei aber, dass alle „sich aus eigenem Antrieb engagieren“. Herzblut ist also in jedem Fall dabei, wenn jeden Tag aufs Neue die 60 Bewohnerinnen und Bewohner versorgt werden. „Die Pflege legt mit ihrer Arbeit die Basis dafür, dass die Bewohner zum Beispiel die Angebote der Alltagsbegleiter aktiv miterleben können.“

Teil des Erfolgsrezepts ist aber auch das über Jahrzehnte gewachsene gute Zusammenspiel mit den ehrenamtlich Engagierten. So wird das Café, das ein zentraler Treffpunkt im Haus ist, seit 2003 von einem ehrenamtlichen Kreis an nahezu 365 Tagen im Jahr betrieben. „Das Café ist die zentrale Austauschplattform zwischen den Bewohnern sowie dem Leben und den Menschen in Albersloh“, meint Hausleiterin Annette Schwaack.

Das Café wird auch alljährlich für fünf Tage zum zentralen Ort für die „besondere Café-Zeit“. In wochenlanger Vorbereitung wird unter einem Oberthema ein Programm mit Zeitgenossen, Handwerkern, Künstlern, Literaten, Erzählern und Musik gestaltet.

Ein besonderes Highlight ist dabei vor allem die Dekoration, die nicht selten das St.-Josefs-Haus in eine Art Heimatmuseum verwandelt. „Allein die Vorbereitung macht schon Riesenspaß, weil sich Mitarbeiter, Ehrenamtliche und auch der Förderverein mit Programmideen und Sammlerstücken für die Dekoration einbringen.“

So wurde für das Thema    „Damals up‘m Hoff“ sogar  ein alter Fuhrpark mit historischen landwirtschaftlichen Geräten und Gefährten vor dem Haus ausgestellt. Hufbeschlag und Schafescheren wurden ebenfalls schon live mit Albersloher Akteuren vor generationenübergreifendem Publikum auf die Beine gestellt.

Von diesen Gemeinschaftsaktionen profitieren nicht nur der Teamgeist, sondern neben den Bewohnern auch die Mieter im betreuten Wohnen sowie seit 2016 die Gäste der Tagespflege. Die Caféterrasse und der Platanenplatz sind für alle vor allem im Sommer ein Treffpunkt. Rund ums Jahr ist die Kapelle mit dem Gottesdienstangebot ein beliebter Anlaufpunkt. Fachlich tauschen sich die Mitarbeiter in regelmäßigen Besprechungen auch wohnbereichsübergreifend aus. „Mitarbeiter der Pflege, Alltagsbegleitung und Hauswirtschaft arbeiten Hand in Hand. Es gibt viel gegenseitige Wertschätzung“, erklärt Kornelia Mackiewicz.

Gegenseitige Unterstützung ist vor allem auch im Wohnbereich „St. Marien“ wichtig. Dieser Bereich war 2003 ein Novum im Netzwerk, weil er in besonderer Weise baulich, fachlich und organisatorisch auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz zugeschnitten ist.

Mittlerweile ist der Anteil hochaltriger und damit potenziell demenziell betroffener Bewohner deutlich gewachsen. Annette Schwaack: „Auf diese Veränderungen müssen wir Antworten finden und unsere Konzepte anpassen. Das funktioniert nur mit guten Mitarbeitern, die sich dem Haus und seinen Bewohnern verbunden fühlen.“

Dass das Team des St.-Josefs-Hauses diese Herausforderungen meistert, da sind sich Annette Schwaack und Kornelia Mackiewicz sicher: „Alle stehen füreinander ein und unterstützen sich. Es ist eine große Verbundenheit da.“

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