Renaturierung der Angel
Jetzt hat die Natur das Sagen

Sendenhorst -

In rund sechsmonatiger Bauzeit wurde die Angel auf dem Grund des Hofes Watermann für rund 160 000 Euro Baukosten renaturiert. Dafür wurden rund 1500 Kubikmeter Boden auf einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern durch die ausführende Baufirma bewegt

Mittwoch, 13.06.2018, 10:00 Uhr

In diesem Bereich nördlich des Hofes Watermann hat die Angel, die einst in großem Bogen westlich um den Hof herumfloss (kl. Foto), künftig wieder viel Platz, um sich auszudehnen, wenn der Wasserpegel steigt.
In diesem Bereich nördlich des Hofes Watermann hat die Angel, die einst in großem Bogen westlich um den Hof herumfloss (kl. Foto), künftig wieder viel Platz, um sich auszudehnen, wenn der Wasserpegel steigt.

Die alte Flurkarte aus dem Jahr 1874 zeigt noch deutlich den großen Bogen, den die Angel einst westlich um den Hof Watermann geschlagen hat. Bis sie 1959 begradigt wurde. „Mein Vater war damals mächtig stolz auf diese Maßnahme“, berichtet Annette Watermann-Krass bei einem Ortstermin, der am Montag anlässlich der Abnahme einer erneuten Baumaßnahme am Verlauf der Angel auf dem Hof Watermann stattgefunden hat. Heutzutage habe man neue Erkenntnisse über ökologische Belange, fuhr Annette Watermann-Krass in ihrer Begrüßung fort. Und sie sei bereit, als Vertreterin der nächsten Generation etwas dazu beizutragen, diesen Belangen Rechnung zu tragen.

In rund sechsmonatiger Bauzeit wurde die Angel auf dem Grund des Hofes Watermann für rund 160 000 Euro Baukosten renaturiert. Dafür wurden nach Angaben von Diplom-Ingenieur Martin Janiczek, der das Projekt für das mit der Ausführungsplanung beauftragte Büro Gnegel betreut hat, rund 1500 Kubikmeter Boden auf einer Fläche von etwa 1000 Quadratmetern durch die ausführende Firma Mokinski bewegt. Damit wurde eine weitere Maßnahme im Zuge der EG-WRRL (Wasserrahmenrichtlinie) durch den Wasser- und Bodenverband Sendenhorst-Ennigerloh umgesetzt. Die Durchgängigkeit der Angel – vor allem für die Wanderung von Fischen notwendig – wurde an dieser Stelle wiederhergestellt und eine Sekundäraue angelegt. Die Maßnahme wurde gefördert mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des Kreises Warendorf. Für die Unterhaltung des Bereiches ist künftig der Wasser- und Bodenverband Sendenhorst-Ennigerloh zuständig.

„In diesem Fall treffen sich Politik und Wirklichkeit am Küchentisch“, schmunzelte Annette Watermann-Krass, die in ihrer Funktion als Landtagsabgeordnete politisch viel mit diesen Themen zu tun hat.

Am Küchentisch fanden sich am Montag schließlich auch die zum Ortstermin anwesenden Vertreter der beteiligten Büros, Ämter und Verbände wieder, als es um die Unterzeichnung der Abnahmeurkunde ging.

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