Kanalsanierung an der Lorenbeckstraße
Zeitpuffer herausgearbeitet

Sendenhorst -

Klaus Neuhaus, Leiter der städtischen Eigenbetriebe, Bernhard Gnegel, Planungsbüro Gnegel, und Jörg Rottmann, Inhaber der ausführenden Baufirma, zogen jetzt eine Zwischenbilanz zur Kanalsanierung an der Lorenbeckstraße, die durchaus positiv ausfällt. „Wir liegen leicht vor dem veranschlagten Zeitplan“, berichtet Klaus Neuhaus.

Freitag, 15.06.2018, 06:00 Uhr

Es läuft gut: Klaus Neuhaus (Stadt Sendenhorst), Reinhold Gnegel (Planungsbüro), Jörg Rottmann, Inhaber der ausführenden Firma Rottmann. (v.l.) ziehen eine positive Zwischenbilanz der Kanalsanierungsmaßnahme an der Lorenbeckstraße.
Es läuft gut: Klaus Neuhaus (Stadt Sendenhorst), Reinhold Gnegel (Planungsbüro), Jörg Rottmann, Inhaber der ausführenden Firma Rottmann. (v.l.) ziehen eine positive Zwischenbilanz der Kanalsanierungsmaßnahme an der Lorenbeckstraße. Foto: Annette Metz

„Das Geld liegt auf der Straße“, lautet ein geflügeltes Wort, mit dem der schnelle Gewinn beschrieben wird. In Sendenhorst ist das etwas anders. Da liegt das Geld – gut und dauerhaft investiert – unter der Straße, genauer unter der Lorenbeckstraße, wo in diesem Jahr in einem zweiten Bauabschnitt rund 600 000 Euro in die Sanierung des Abwasserkanals investiert werden.

Klaus Neuhaus, Leiter der städtischen Eigenbetriebe, Bernhard Gnegel, Planungsbüro Gnegel, und Jörg Rottmann, Inhaber der ausführenden Baufirma, zogen jetzt eine Zwischenbilanz, die durchaus positiv ausfällt. „Wir liegen leicht vor dem veranschlagten Zeitplan“, berichtet Klaus Neuhaus. Das liege zum einen natürlich am guten Wetter. Zum anderen sei ein wirklich engagiertes Bauteam mit viel Akribie am Werk. Und zum dritten habe sich ausgezahlt, dass man sich im ersten Abschnitt entschlossen habe, eine neue Kanalführung zu wählen – zumindest in diesem ersten Abschnitt.

Insgesamt werden 260 Meter Kanal erneuert. Ein Teil davon wird sozusagen parallel zum alten verlegt, der in der Straße verbleibt und verfüllt wird. Das neue Kanalstück ist demnach in freizugänglichem Grund verlegt worden, was die Sache deutlich erleichtert habe. Der nun bevorstehende Abschnitt könne in dieser Beziehung komplizierter werden, da sich dort auch einige Versorgungsleitungen befinden, erklärt Neuhaus. Daher sei man auch froh, jetzt ein wenig Zeit herausgearbeitet zu haben. Dieser Bereich wird dann in den Ferien in Angriff genommen. Das habe den Vorteil, dass dann zusätzlich auch der Schulbusverkehr wegfalle.

In Sachen Verkehrsführung zieht Neuhaus ebenfalls eine zufriedene Zwischenbilanz. Die geplanten Umleitungsmaßnahmen hätten sich bewährt, auch wenn der eine oder andere Lkw-Fahrer trotz großräumiger Umleitung in der Stadt auftaucht. „Aber darüber haben wir noch einmal mit der Polizei gesprochen“, führt Neuhaus aus. Auch die Situation am Osttor sei eigentlich stabil. Vor allem der zweite Zebrastreifen am Hotel Zurmühlen sorge für mehr Sicherheit.

Wer sich nun wundert, warum so eine Maßnahme sich über doch so viele Wochen hinzieht, dem erklären Klaus Neuhaus, Jörg Rottmann und Bernhard Gnegel beispielhaft das Detail des               Grundwasser-Managements. „Wir arbeiten nicht in 80 Zentimetern Tiefe, sondern in drei Metern“, erläutert Jörg Rottmann. Um das tun zu können, müsse zunächst eine sogenannte „Wasserhaltung“ installiert werden. Mit dieser Vorrichtung werde der Grundwasserspiegel abgesenkt. Dafür ist für jeden Arbeitsabschnitt ein Vorlauf von rund zwei Wochen notwendig“, ergänzt Bernhard Gnegel. Dass der Untergrund später wieder genauso tragfähig wieder hergerichtet, also verdichtet, werden muss, gehört ebenfalls zu den zu erledigenden Arbeitsschritten.

Letztlich wird die Wiederherstellung der Straßenoberfläche folgen. Der Baulastträger dafür ist eigentlich das Land Nordrhein-Westfalen, also der Landesbetrieb Straßen.NRW. Doch das Land übernimmt zwar die Rechnung für die Oberflächenerstellung, hat bei diesem Projekt die Abwicklung in die Hand der Stadt gelegt.

Jetzt bleibt für alle Beteiligten zu hoffen, dass auch für die weiteren Arbeiten die Bedingungen so gut bleiben wie bisher. Gutes Wetter, eine gut gelaunte Kolonne und ein Bauleiter, der immer ein offenes Ohr für die Anwohner hat: Dann, so hoffen alle Beteiligten, klappt‘s auch mit der Baustelle.

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