Jugendkultur
Eine Nacht mit viel Frequenz

Sendenhorst -

Die Muko will bei ihren Angeboten und Projekten etwas verändern und neue Wege gehen. Dazu zählt die „Nacht der Jugendkultur“, an der sich die Stadt Sendenhorst über das Kulturbüro erstmals beteiligt. Gesucht werden nun Newcomerbands, die ein Festival gestalten.

Mittwoch, 11.07.2018, 08:00 Uhr

Nils Henning stellt das Plakat vor, mit dem Nachwuchsbands angesprochen werden sollen.
Nils Henning stellt das Plakat vor, mit dem Nachwuchsbands angesprochen werden sollen. Foto: Josef Thesing

Was am Ende daraus wird, muss sich zeigen. „Wir wollen etwas verändern“, sagt Matthias Greifenberg, Vorsitzender der Muko. Und dazu gehöre, „neue Projekte anzugehen“. Den Anfang soll die „Nachtfrequenz 18“ machen, wie die „Nacht der Jugendkultur“ am 29. und 30. September genannt wird.

Die Veranstaltung findet landesweit bereits zum neunten Mal in 85 Städten und Gemeinden statt – und Sendenhorst ist über das Kulturbüro zum ersten mal dabei. Der Kern der „Nacht“, die von der „Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit“ veranstaltet und finanziell gefördert wird: Jugendliche sollen etwas für Jugendliche auf die Beine stellen.

In Sendenhorst ist Nils Henning der Projektleiter. Er erst 16 Jahre alt, was zeigt, dass es die Veranstalter Ernst meinen mit dem Motto. Nils Henning nimmt bei der Muko Gesangsunterricht und hat dort auch ein Praktikum absolviert. Jetzt sucht er gemeinsam mit seinen Mitstreitern nach Bands aus der Region, die die „Nachtfrequenz 18“ entweder in der Montessori- oder in der Realschule gestalten wollen. „Unser Ziel ist, Newcomerbands eine Bühne zu bieten“, erklärt er. Das können Musiker sein, die in irgendeinem Keller gemeinsam Spaß haben oder aber in der Schule, an der Uni oder auch bei den Pfadfindern gemeinsam proben. „Die ersten Bewerbungen sind schon da“, freut sich der 16-Jährige. Was die Bands spielen, sei erst einmal egal. „Das sollte in ein Festival hineinpassen“, ist allerdings eine Voraussetzung. „Das Spektrum ist heute bei den Jugendbands breit gefächert. Aus Rockmusik haben die meisten ihren eigenen Stil entwickelt“, weiß Nils Henning.

Das Festival ist das eine, was angeboten wird. Der landesweite „Tag der Jugendkultur“ soll aber auch zum Anlass genommen werden, mit den Nachwuchsbands Workshops zu veranstalten und sie mit Menschen in Kontakt zu bringen, die zum Beispiel im Bereich von Konzertveranstaltungen arbeiten. „Wir bieten auch Chancen“, sind sich Matthias Greifenberg und Nils Henning einig.

Das gelte auch für junge Menschen, die sich über die Musik hinaus bei einer solchen Veranstaltung engagieren wollen, etwa bei der Organisation oder bei der Durchführung inklusive Aufbau und Catering. „Einfach melden“, sagt Nils Henning.  

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