Nicola Vorwerk startet Ausbildung zur Pastoralreferentin
Im Glauben verwurzelt

Sendenhorst -

Nicola Vorwerk hat ihre dreijährige Ausbildung zur Pastoralreferentin in der Kirchengemeinde St. Martinus und Ludgerus begonnen. Die 24-jährige Neu-Sendenhorsterin stammt aus Niedersachsen und hat Religionspädagogik studiert. Sie stammt aus einer sehr katholischen Familie.

Donnerstag, 09.08.2018, 14:00 Uhr

Nicola Vorwerk startet ihre Ausbildung in der Sendenhorster Kirchengemeinde.
Nicola Vorwerk startet ihre Ausbildung in der Sendenhorster Kirchengemeinde. Foto: Josef Thesing

Sie ist „sehr katholisch“ aufgewachsen. „Meine Eltern haben sich bei einer Wallfahrt kennengelernt“, sagt Nicola Vorwerk. Einige Menschen in ihrem Familienkreis haben eng mit der Kirche zu tun. Das hat sie nun auch, denn Anfang August hat die 24-Jährige in der Kirchengemeinde St. Martinus und Ludgerus ihre Ausbildung zur Pastoralreferentin begonnen. Ihr Onkel ist auch Pastoralreferent, fällt ihr dabei beim Gespräch auf der Kirchenbank in der in diesen Zeiten angenehm kühlen Pfarrkirche St. Martin ein. Und dass ein Großonkel Pfarrer war und ihre Eltern sehr gläubig sind. „Theologische Gespräche am Küchentisch sind bei uns zu Hause ziemlich normal“, sagt sie.

Seit der vergangenen Woche wohnt Nicola Vorwerk, die in Emstek im Landkreis Cloppenburg in Niedersachsen geboren und aufgewachsen ist, in Sendenhorst. Das Bistum hat ihr die Kirchengemeinde für die Ausbildung „zugewiesen“. Der erste Eindruck sei gut, meint sie. „Ich bin sehr offen aufgenommen worden, und ich kann mich hier gut einleben“, erzählt sie. Die Stadt sei überschaubar, wie auch die Strukturen in der Gemeinde es seien. Auf einen ersten Schwerpunkt ihrer Arbeit während der dreijährigen Ausbildung muss sie aber wegen der Ferien noch warten: die theologische Arbeit in der Realschule St. Martin.

Der Weg bis zur Ausbildung in Sendenhorst war aber nicht ohne Kurven und einiges Nachdenken. Nicola Vorwerk hat zum Beispiel als Erzieherin in einem katholischen Kindergarten in Boizenburg, einer Kleinstadt in Mecklenburg in unmittelbarer Nähe zur Grenze nach Niedersachsen, gearbeitet. Dort sei menschlich nicht alles so glatt gelaufen wie erhofft, blickt sie zurück. Aber dort sei sie von der Gemeinde auch gefragt worden, ob sie nicht als Gemeindereferentin – vergleichbar einer Pastoralreferentin – arbeiten wolle. Nach vielem Überlegen „ist es dann so gekommen“, blickt sie zurück. Aber nicht in Mecklenburg oder Niedersachsen, sondern im Münsterland.

Studiert hat sie quasi im Auftrag des Bistums Münster Religionspädagogik. Und das gehe für die 16 „nördlichen“ Bistümer nur in Paderborn, erklärt die Neu-Sendenhorsterin.

Einige Menschen aus der Gemeinde hat sie trotz der Ferien am Sonntag bereits beim „Steh-Café“ nach dem Gottesdienst kennengelernt. „Alle waren sehr aufgeschlossen“, freut sich die 24-Jährige. Dass sie in der Stadt, in der sie zur Pastoralreferentin ausgebildet werden will, auch wohnt, ist übrigens kein Zufall. „Wir haben Residenzpflicht.“

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