Theresa Kleineniggenkemper übernimmt Leitung der Kita St. Ludgerus
Mit Kindern Werte entdecken

Albersloh -

Die Kita St. Ludgerus hat eine neue Leiterin. Theresa Kleineniggenkemper hat die Aufgabe von Renate Krüger übernommen, die in den Ruhestand gegangen ist.

Mittwoch, 15.08.2018, 13:50 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 11.08.2018, 10:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 15.08.2018, 13:50 Uhr
Theresa Kleineniggenkemper (Mi.) ist die neue Leiterin der Kita St. Ludgerus. Zum Einstieg wünschen ihr Renate Krüger (li.) und Brigitte Stasch alles Gute.
Theresa Kleineniggenkemper (Mi.) ist die neue Leiterin der Kita St. Ludgerus. Zum Einstieg wünschen ihr Renate Krüger (li.) und Brigitte Stasch alles Gute. Foto: Christiane Husmann

Der Platz am Schreibtisch im Büro der Kita St. Ludgerus ist neu besetzt. Theresa Kleineniggenkemper hat die Leitung der Einrichtung von Renate Krüger übernommen. Die 28-Jährige arbeitet bereits seit zwei Jahren als Erzieherin in der Albersloher Kita und freut sich nun auf ihr neues Aufgabengebiet.

„Ich bin erst 2016 nach NRW gezogen“, erzählt Theresa Kleineniggenkemper, die zuvor in Delitzsch bei Leipzig gelebt und gearbeitet hat. Inzwischen wohnt sie mit ihrem Mann in der Bauerschaft Wessenhorst zwischen Sendenhorst und Hoetmar.

In Berlin hat sie an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen das Fach Bildung und Erziehung im Kindesalter studiert, den Bachelor für Sozialwesen gemacht und den Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherin. 2013 hat sie in einer Einrichtung des diakonischen Werkes in einer sogenannten Familiengruppe mit Kindern im Alter von null bis zwölf Jahren. „Das ist dort ein ganz anderes Konzept“, erzählt Theresa Kleineniggenkemper. „Wir haben uns primär den Berufszeiten der Eltern angepasst.“

Die Familiengruppe habe Öffnungszeiten von 5 Uhr morgens bis 18 Uhr abends angeboten. „Familie findet dort oft eigentlich nur am Wochenende statt. Hier hat Familie noch einen anderen Stellenwert“, berichtet die neue Leiterin aus ihren unterschiedlichen Berufserfahrungen. Auch dass in Albersloh der Austausch mit den Eltern ein intensiverer sei, empfinde sie als sehr positiv.

Als Verbundleiterin der katholischen Kindertageseinrichtungen in Sendenhorst und Albersloh wird Brigitte Stasch immer wieder mit sich wandelnden Strukturen in der Kinderbetreuung konfrontiert. „Unser Ziel und Wunsch ist es, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Familien zu erfüllen“, sagt die Sendenhorsterin.

Dazu gehöre auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Renate Krüger ergänzt: „Es geht immer darum, Familien zu stärken.“ Nach langer Zeit als Erzieherin und Kita-Leiterin resümiert sie: „Von Seiten der Gesellschaft darf einem kein Konzept übergestülpt werden. Die Familie sollte für sich gucken, was sie will.“ Nicht die Familie solle sich dem System, sondern das System sich der Familie anpassen, findet sie.

Die Meinungen der Frauen in Sachen Kinderbetreuung scheinen sich zu überschneiden. Auch was die Wertevermittlung betrifft. „Halt und Werte sind für jedes Kind wichtig“, findet Renate Krüger.

Auf ihrem Nachttisch habe immer ein Buch gelegen, das sie oft zur Hand genommen habe. „Was im Leben wirklich zählt – mit Kindern Werte entdecken“, lautet der Titel der Lektüre, die sie ihrer Nachfolgerin Theresa Kleineniggenkemper ans Herz legen möchte und ihr zum Geschenk gemacht hat.

Aktuell nimmt die neue Leiterin noch gerne das Angebot an, sich von Renate Krüger bei der Einarbeitung unterstützen zu lassen. „Man kann Hand in Hand arbeiten, und ich freue mich über das Angebot, auch mal bei dir anrufen zu können“, sagt Theresa Kleineniggenkemper, die außerdem auf den Rückhalt eines starken Teams vertraut. „Wir werden bestimmt gut miteinander arbeiten“, ist sich die Leiterin nach zwei Jahren Zusammenarbeit mit ihren Kolleginnen sicher.

„Ich gehe mit Freude an die Arbeit“, sagt Theresa Kleineniggenkemper, die glaubt, dass das auch am harmonischen Verhältnis zwischen den Eltern und den Kollegen der Kita liege. „Ich habe noch nie die Situation erlebt, dass hier einfach die Tür zugeschlagen wird, anstatt dass man miteinander redet. Das begeistert mich an dieser Kita“, sagt die neue Leiterin „Ich möchte, dass es so gut weiterläuft – das liegt mir am Herzen.“

Inzwischen scheint sie sich auch schon an ihrem Schreibtisch wohlzufühlen. „Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben“, sagt sie

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