Sendenhorst

Di., 28.10.2008

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Es geht stets ums Ganze

„Theaterblut Münster“ stellt sich mit dem Stück „Gottverlassen“ im Haus Siekmann vor.
Von Annette Metz

Sendenhorst. Wenn das junge Ensemble „Theaterblut“ am 9. November im Haus Siekmann gastiert, wird Blut fließen – und nicht nur Herzblut. Denn das Stück, mit dem Titel „Gottverlassen“, das aus der Feder von Regisseurin Stefanie Bockermann stammt, erzählt vom Leben in einem Dorf, in dem es aber keinesfalls immer nur harmlos zugeht, im Gegenteil es wird von dramatischen Entwicklungen erzählt.

Zum Inhalt: Im Dorf verliebt sich Freddie, ein netter, etwas in sich gekehrter Mann, in Barbara, die Tochter des Nachbarbauern. Dieser Nachbar ist ein alter, schroffer Typ, der sich für Gott hält und weiter nicht viel sagen möchte, weil er die Menschen lieber meidet und sich stattdessen seinem Vieh zuwendet. Nur seine Tochter, die scheint er abgöttisch zu lieben. Barbara ist schwanger und Freddie ist der Vater des Kindes. Doch Barbara weist Freddie zurück. So etwas kommt auch im Dorf vor. . . Der Zurückgewiesene, der zudem vor ein paar Jahren seine Frau an eine schreckliche Krankheit verloren hat, leidet und schweigt. Ein unbeholfener Versuch, mit Barbara über seine Liebe zu sprechen, verliert sich unversehens in ein Gespräch über Marillentorte mit Sahne, die seine Schwägerin gebacken hat.

Stefanie Bockermann, ist seit zehn Jahren an Münsters Theaterszene als Schauspielerin, als Regisseurin und als Theaterpädagogin (Mitbegründerin des Theaterpädagogischen Zentrums Münster) tätig. Zahlreiche Hospitanzen in Regie und Dramaturgie auch außerhalb Münsters, etwa am Thalia Theater Hamburg oder am Staatstheater Kassel stehen in ihrer Vita.

Die Gruppe „Theaterblut“ hat erst im April dieses Jahres zusammengefunden. „Wir heißen ,theaterblut-muenster‘, weil es in unseren Inszenierungen stets ums Ganze geht. Es fließt viel Blut – meistens Herzblut! Es geht immer um Menschen, die sich in Grenzbereichen des Seins befinden. Es geht um Menschen, die zutiefst leiden, die sich verschließen, die verzaubern, die ausrücken, heimkehren, die neu geboren werden und die manchmal auch sterben“, heißt es auf der Internetseite des Ensembles.

Die Vorstellung beginnt am 9. November um 18 Uhr. Karten gibt es beim Förderverein Haus Siekmann, 0 25 26 / 95 05 64, oder unter info@theaterblut-muenster.de


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