Sendenhorst

Mo., 23.11.2009

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„Festival Sakral“: stimmgewaltig und beeindruckend

Aus Soest war das Ensemble „Triofiore“ angereist. Die drei Frauen waren auch bereits beim Empfang vor dem Auftaktkonzert dabei.
Von Anke Weiland

Sendenhorst/Albersloh -

Einen kraftvollen Auftakt bot das Eröffnungskonzert des „Festival Sakral“ in der Pfarrkirche St. Martin. Am Freitagabend waren stimmgewaltige Töne vom Männerchor „TonArt“ aus Menden und dem Organisten Bernhard van Almsick zu hören. Aber auch klare, zarte Klänge des „ensemble triofiore“ und der Sopranistin Claudia Rübben-Laux füllten den Raum der Pfarrkirche. Die einzigartige Akustik und das Ambiente tat sein Übriges.

Die auf den ersten Blick ungewöhnliche Wahl der Konzertorte erklärte Pfarrer Manfred Böning im vorhergehenden Empfang zur Eröffnung des Festivals: „Sakrale Musik braucht diesen Raum, nur hier kommen die Zuhörer in Berührung mit Gott.“ Im Stil einer Talkrunde begrüßte Moderator Markus Wohlgemut die Gäste und ließ die Verantwortlichen vom Chorverband NRW, den kirchlichen Gemeinden und der Stadt Sendenhorst, die für das Festival eng zusammenarbeiten, zu Wort kommen. „Hier steht das Gefühl im Vordergrund“, machte Böning das Besondere an sakralem Gesang deutlich.

Genau dies erfuhren die Zuhörer direkt im anschließenden Eröffnungskonzert. Die gefühlvollen Darbietungen der geistlichen Lieder wurden immer wieder durch gesprochene, nachdenklich stimmende Texte unterbrochen. Die vielen Gäste konnten die Stimmung aufnehmen. Das machte der minutenlange Applaus am Ende des Konzertes deutlich.

Sakralen A-cappella-Gesang ohne Technik und Mikrofon bekamen die Teilnehmer der musikalischen Nachtwanderung im Anschluss zu hören. Zusammen mit Max Linnemann-Bonse machten sie sich auf eine stimmungsvolle nächtliche Wanderung durch Sendenhorst, gespickt mit Anekdoten und Chorgesängen. Der Posaunenchor der Friedenskirche empfing die Nachtwanderer schließlich an der evangelischen Kirche

Ein besonders beeindruckendes Erlebnis waren die musikalischen Erinnerungen an den Friedensnobelpreisträger Martin Luther King am Samstagabend in der Pfarrkirche. Theaterdramaturg Jan Vering erzählte mit Hilfe von Pianist Hartmut Sperl und der Gruppe „TonArt“ aus Siegen sehr lebendig die ergreifende Lebensgeschichte des ehemaligen Hilfspredigers, der über seinen gewaltfreien Kampf gegen die Rassentrennung zu einer Leitfigur der Bürgerrechtsbewegung in den USA wurde. Allein sein Glaube und der Gesang gaben dem begeisterten Gospel-Sänger die Kraft für diesen schweren Kampf. Mit stehenden Ovationen bedankten sich die tief bewegten Zuhörer für die mitreißende Darbietung.


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