Telgte
Ganztagsgruppen im Fokus

Sonntag, 15.05.2011, 23:05 Uhr

Die Eltern wiederum kamen mindestens genauso gerne zu den Grundschulen , denn für sie ging es beim zweiten Telgter Familientag um eine spannende Frage: Wie bekommt man Familie und Beruf besser unter einen Hut? Gerade im modernen Berufsleben ist eine zufriedenstellende Antwort darauf nicht leicht zu finden. Offene Ganztagsschulen (OGS), wie es sie in der Emsstadt an mittlerweile drei, ab dem Sommer an allen vier Grundschulen gibt, sind da eine Möglichkeit.

Die offenen Ganztagsangebote hatte das Lokale Bündnis für Familie als Veranstalter in den Mittelpunkt des Aktionstages gerückt. Bundesweit wurde das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufgegriffen.

An allen vier Grundschulen zeigten die jeweiligen Träger mit Unterstützung von Kooperationspartnern, wie sie die Betreuungsangebote ausgestalten. Die Verantwortlichen erläuterten, wie sie das Konzept der ganzheitlichen Betreuung und Förderung konkret umsetzen. Für die Kleinen gab es unterhaltende Spiele und Aktionen, während die Erwachsenen Informationen rund um das Thema OGS sammeln und mit ihrer Familie einen netten Nachmittag verbringen konnten.

Michael B. Ludwig vom Bündnis für Familie machte im WN-Gespräch deutlich, dass auch in Zukunft noch viel Handlungsbedarf bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bestehen werde. „Nicht nur die öffentlichen Einrichtungen, sondern auch die Betriebe müssen tätig werden.“ Als Beispiel nannte er flexiblere Arbeitszeitmodelle. Und ein weiteres Problem werde es geben: „Welchen Einfluss werden OGS auf Sportvereine und Musikschule haben?“

Verbindendes Element zwischen den Programmpunkten an den vier Schulen war eine Fahrradrallye. Wer drei von vier Schulen besucht hatte, konnte mit Hilfe der Buchstaben, die dort aufgespürt werden mussten, den Lösungssatz finden: „Wir sind dabei“. Am späten Nachmittag zog Bürgermeister Pieper an der Marienschule die Gewinner. Gewonnen haben auch die OGS-Gruppen selbst: Die Volksbank als Sponsor stiftete ihnen jeweils 250 Euro.

„Ich hatte nicht erwartet, dass bei den vielen Parallelveranstaltungen am Wochenende so viele Menschen kommen würden“, sagte Michael Ludwig . An jeder Schule hielten sich nach Schätzungen jeweils rund 200 Besucher auf.

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