Mi., 21.12.2011

Tenhumbergpreis an Realschüler Krippenpreis für Realschüler

Telgte - 

Die Klasse 6b der Realschule gehört zu den Gewinnern des Bischof-Heinrich-Tenhumberg-Preises. Er wird alljährlich im Rahmen der Krippenausstellung für herausragende Darstellungen von Christi Geburt vergeben. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert.

Dieses Mal hat die Jury insgesamt neun Arbeiten für preiswürdig erachtet. Sechs wurden von Einzelpersonen eingereicht, drei stammen von Gruppen.

hat

in der 71. Telgter Krippenausstellung 2011/2012

Im Jahr 1969 schrieb der münstersche Bischof Heinrich Tenhumberg einen Preis aus, der seitdem für die besonders hervorragenden, aktuell geschaffenen Krippen in der Telgter Krippenausstellung vergeben wird. Das Bistum Münster hat den Preis nach seinem Stifter benannt und mit 3.000 Euro ausgestattet. Eine fünfköpfige Jury hat nun in der 71. Krippenausstellung im Telgter Religio, dem Westfälischen Museum für religiöse Kultur, unter 121 zeitgenössischen Krippen neun Gestaltungen als preiwürdig ausgewählt. Sechs dieser Krippen wurden von einzelnen Krippenkünstlern geschaffen, drei Werke wurden in Gruppen gearbeitet.

„Eine Krippe auf Reisen“ haben die jungen Realschüler ihr Gemeinschaftswerk genannt, das sie unter der Leitung von Beate Willemsen in diesem Jahr anfertigten. Die schlichten Figuren der Heiligen Familie, von Engeln, Menschen und Tieren aus weiß bemaltem Papiermaché durchwanderten mit den Kindern in einem alten Reisekoffer die Unterrichtsräume, den Schulhof und -garten, die Flure, den Aufzug und die Küche. „Jesu Geburt“, so die Kinder, „ist für uns alle heute zu jeder Zeit und überall in unserem Alltag von Bedeutung, nicht nur im Religionsunterricht, in den Kirchen oder unterm Weihnachtsbaum.“ Die Fotos von den unterschiedlichen Aufstellorten der Kofferkrippe vermitteln indirekt auch die Freude, die die Kinder bei dieser ungewöhnlichen „Reise“ durch ihre Schule hatten.

Die älteste der sechs ausgezeichneten Krippenkünstler ist mit 83 Jahren Irmgard Klockenkämper aus Steinfurt-Borghorst. Sie gab eine Arbeit in die Ausstellung, wie sie ganz ähnlich vor rund 400 Jahren in den katholischen Kirchen in Westfalen Einzug hielt. Die Köpfe, Hände und Füße der beweglichen, großen Figuren modellierte sie in den Jahren 2005 bis 2011 aus Bienenwachs. Durch die textile Bekleidung gab sie der Krippe ein orientalisches Erscheinungsbild. Unter dem augustinischen Titel „Das wahre Licht kam in die Welt“ entwarf sie mit 40 Figuren ein erzählstarkes biblisches „Gemälde“ von der Geburt des Gottessohnes. Mit der ausdrücklichen Anerkennung für die prachtvolle Darstellung verbindet die Jury den Wunsch, dass diese traditionelle Technik der Figurengestaltung in Westfalen lebendig bleibt.

Auffallend fanden die Juroren die gute Qualität der vielen naiven Schnitzarbeiten in der Ausstellung. Ein Beispiel dafür bietet die Kirchenkrippe von Heinrich Rölver aus Havixbeck. Der 70-jährige Rentner schnitzte die Figuren aus Lindenholz; sie veranschaulichen die Ankunft der drei Sterndeuter beim Gotteskind.

Die Preisträger werden ihre Auszeichnungen zum Ausstellungsende am 28. Januar 2012 im Rahmen einer Feierstunde im Museum erhalten. Bis dahin bleibt die Krippenausstellung täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, geschlossen ist das Museum lediglich Heiligabend und Silvester. Am ersten Weihnachtstag und Neujahr öffnet es seine Türen ab 14 Uhr.

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