Sekundarschule für Telgte

Di., 24.01.2012

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Veranstaltung des CDU-Stadtverbandes zur Gründung einer Sekundarschule in Telgte

Sekundarschule für Telgte : Veranstaltung des CDU-Stadtverbandes zur Gründung einer Sekundarschule in Telgte

Ab Sommer 2013 sollen Telgter Kinder als neues Angebot in einer Sekundarschule lernen. Foto: Pixelio

Telgte - 

Im Sommer 2013 soll in Telgte eine Sekundarschule an den Start gehen. 75 Anmeldungen sind dafür erforderlich. Die Diskussion über die Veränderung der Schullandschaft in der Stadt nimmt jetzt immer stärker Fahrt auf, wie sich auch bei einer Veranstaltung der CDU zeigte.


Die Verunsicherung auf Elternseite war unüberhörbar: Welche Lehrer werden an einer neuen Sekundarschule unterrichten? Werden die Kinder dort gar so etwas wie Versuchskaninchen sein? Muss es unbedingt ein gebundener Ganztag werden, den viele gar nicht wollten? Was, wenn die Anmeldezahlen nicht erreicht werden oder nach erfolgter Gründung Schüler wieder abspringen?

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Diese Fragen, Sorgen und Nöte wurden am Montagabend bei einer Veranstaltung des CDU-Stadtverbandes geäußert. Unter dem Titel „Zukunft beginnt jetzt – Sekundarschule als Bildungsangebot vor Ort“ skizzierte Prof. Thomas Sternberg aus Münster zunächst noch einmal die wesentlichen Merkmale dieser neuen Schulform in NRW. Die Sekundarschule soll in Telgte 2013 an den Start gehen.

Eine Arbeitsgruppe bereitet hierfür derzeit das pädagogische Konzept vor. Einen ersten Zwischenbericht dazu hatte es im Dezember gegeben. Ein weiterer soll am 8. Februar während der zweiten Bildungskonferenz folgen. Eine erste Differenzierung in Klasse 6, ab Jahrgangsstufe 7 Grund- und Erweiterungskurse in Mathe und Englisch, ab der 9 in Deutsch und Naturwissenschaft, ein gebundener Ganztag an drei Tagen der Woche, eine hohe Durchlässigkeit und eine enge Kooperation mit dem Gymnasium – das waren die Eckpunkte, die Alois Brinkkötter im Dezember für das Konzept der Telgter Sekundarschule vorgestellt hatte. Inzwischen hat es weitere Treffen gegeben. Details zum aktuellen Stand wollten Bernd Steffen, Konrektor am Gymnasium, und Hauptschulleiter Hubertus Kneilmann-Uekötter am Montagabend noch nicht nennen. Steffen sicherte aber eine umfangreiche Kooperation des Gymnasiums zu. Das habe die Lehrerkonferenz in der vergangenen Woche beschlossen. Steffen sprach von einem „Gebot der Fairness im Interesse der Telgter Schülerinnen und Schüler“. Kneilmann-Uekötter nannte das Klima in der Arbeitsgruppe sehr produktiv und kreativ.

Thomas Sternberg warnte vor zu großen Hoffnungen, dass eine Sekundarschule auch mit weniger als 75 Anmeldungen beginnen könne. Für diesen Fall komme eine trägerübergreifende Lösung in Betracht – also eine Schule verteilt auf zwei Orte. Der Schulexperte der CDU-Landtagsfraktion verhehlte nicht, dass neben Telgte auch andere Kommunen Schwierigkeiten bekommen werden, die 75 Anmeldungen zu schaffen. Direkte Gespräche unter Nachbarorten über eine gemeinsame Gründung einer Sekundarschule hat es offenbar noch nicht gegeben. Bisher mache jede Gemeinde ihre eigene Schulentwicklungsplanung, so Fachbereichsleiterin Tanja Schnur am Montagabend.

Einig war sich Sternberg mit Christoph Boge darin, dass die Sekundarschule gut sein müsse. Nur wenn sie attraktiv sei, könne man die Telgter Schülerinnen und Schüler am Ort halten, so Boge. Sternberg empfahl dringend, die Sekundarschule so zu gestalten, dass die unterschiedlichen Begabungen und Interessen bestmöglich gefördert werden.

Um erheblichen Ärger zu vermeiden, sei die NRW-CDU dafür, den Lehrerkollegien der bisherigen Haupt- und Realschulen Übernahmeangebote für die Sekundarschulen zu machen, so Sternberg weiter. Schulministerin Sylvia Löhrmann drücke sich hier aber um eine klare Festlegung.

Irritiert zeigte sich Hubertus Kneilmann-Uekötter, dass bei den fünf bisher genehmigten Sekundarschulen im Kreis kein Hauptschullehrer mit der Leitung betraut worden sei.

Johannes Fleer, Ratsmitglied der CDU, rief zu Selbstbewusstsein auf. „Wir sollten nicht ängstlich auf die Nachbarn schauen. Es müsste doch mit dem Deibel zugehen, wenn wir das in Telgte nicht schaffen.“


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