Bezirksregierung rät der Stadt zur Sekundarschule

Sa., 04.02.2012

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„Gesamtschule nicht machbar“

Bezirksregierung rät der Stadt zur Sekundarschule : „Gesamtschule nicht machbar“

Das Schulzentrum in Telgte Foto: Große Hüttmann

Telgte - 

Die Bezirksregierung hält eine Gesamtschule in Telgte, die die drei bisherigen weiterführenden Schulformen ersetzen würde, nicht für machbar. Stattdessen solle die Stadt den Weg zur Gründung einer Sekundarschule weiter beschreiten.


Die Bezirksregierung hält eine Gesamtschule in Telgte, die die drei bisherigen weiterführenden Schulformen ersetzen würde, nicht für machbar. Das teilte die Stadtverwaltung nach einem erneuten Beratungsgespräch mit der Genehmigungsbehörde zur Schulentwicklung in der Emsstadt mit.

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Die Bedenken gegen eine Gesamtschule würden an der überdurchschnittlich hohen Übergangsquote von den Grundschulen zum Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium festgemacht, so die städtische Fachbereichsleiterin für das Schulwesen, Tanja Schnur. „Eine derart nachgefragte Schule aufzulösen, wäre dem Schulfrieden sicher nicht zuträglich“, gibt sie den Standpunkt der Bezirksregierung wieder. Eine Gesamtschule als Teilstandort in einer interkommunalen Kooperation würde demgegenüber unmittelbar in Konkurrenz zum Gymnasium stehen; auch dies werde nicht als Vorteil gewertet. Zumal auch ein Teilstandort die Dreizügigkeit erreichen müsste.

Die Bezirksregierung habe insofern die Stadt Telgte als Schulträger ausdrücklich ermutigt, den eingeschlagenen Weg zur Gründung einer attraktiven Sekundarschule in enger Kooperation mit dem Gymnasium fortzusetzen. Dies würde – die Anmeldungen von 75 Schülerinnen und Schülern vorausgesetzt – bedeuten, dass es in Telgte weiterhin zwei Wege zum Abitur geben werde: in acht Jahren am Gymnasium und daneben über den G 9-Weg nach dem Abschluss in Klasse 10 an einer neuen Sekundarschule. Gerade in der bewährten Berufsorientierung im Rahmen des „Telgter Modells“ sieht die Bezirksregierung laut Schnur eine weitere große Chance der Profilbildung dieser neuen Sekundarschule.

Wichtig sei dabei die gelebte Kooperation zwischen Sekundarschule und Gymnasium. Dies dürfe sich nicht nur darin dokumentieren, dass Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule die Oberstufe am benachbarten Gymnasium absolvieren können. Vielmehr sollten über gemeinsame Unterrichtsangebote, gemeinsame Lehrerkonferenzen und eine enge Verzahnung von Schulalltag, Bildungs- und Betreuungsangeboten die Durchlässigkeit und Vertrautheit zwischen den Bildungsgängen vertieft werden.

Wie berichtet, arbeitet die Schulentwicklungsgruppe unter der Leitung von Alois Brinkkötter derzeit am pädagogischen Konzept und dem Profil einer Sekundarschule für Telgte. Am Mittwoch soll der aktuelle Stand in einer zweiten Bildungskonferenz präsentiert werden. Am 5. März findet im Bürgerhaus eine öffentliche Vorstellung statt.


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